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  • Finanzbildung für Frauen — Aktien verstehen

    Finanzbildung für Frauen — Aktien verstehen

    Finanzbildung für Frauen — Aktien verstehen

    Viele Frauen scheuen vor Investments unter anderem deshalb zurück, weil sie den Markt, die Produkte und die Abläufe nicht durchschauen. Viele überlassen Geldangelegenheiten noch immer dem Partner, Ehemann oder dem Bankberater. Doch, weil sich nicht selten zum mangelnden Verständnis auch eine Skepsis und Sorge um einen neuerlichen Crash wie 2008 gesellt, trauen viele Frauen auch Anlageberatern nicht wirklich über den Weg. So manövrieren sie sich in ein Dilemma, aus dem es nur einen Ausweg gibt: Frauen müssen Finanzen verstehen lernen.

    FinMarie möchte mit diesem Blog Finanzbildung für Frauen nicht nur zugänglich, sondern auch leicht verständlich machen und seinen Beitrag leisten, um das Movement stärken, das Finanzkompetenz für Frauen immer weiter vorantreibt. Im heutigen Beitrag gehen wir darum darauf ein, wie Frauen Aktien verstehen lernen können.

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    Aktien verstehen mit einem Beispiel

    Stell dir vor, du möchtest ein Unternehmen gründen. Vielleicht ein Restaurant eröffnen. Dafür benötigst du 100.000 Euro, du hast aber nur 10.000 zur Verfügung.

    Also entscheidest du dich, Freunde und Bekannte zu fragen, ob sie sich nicht an deinem Restaurant beteiligen wollen, um dein Startkapital so zusammenzukriegen. Wenn neun Freundinnen ebenfalls 10.000 Euro beisteuern, steht jeder von euch der gleiche Anteil am Unternehmen zu.

    Die Summe all eurer zehn Anteile entspricht dem Gesamtwert des Restaurants, den 100.000 Euro.

    Nach ein paar Jahren hat sich dein Restaurant zum Hotspot der Stadt gemausert, sodass der Unternehmenswert längst auf eine Million Euro angewachsen ist. Das ist das Zehnfache des Anfangswertes.

    Das bedeutet, du und deine Freundinnen besitzen nun jede einen Anteil im Wert von 100.000 Euro, statt der anfänglichen 10.000. Diese Anteile sind das, was am Kapitalmarkt Aktien sind.

    Finanzbildung für Frauen: Was sind Aktien?

    Aktien sind Titel, die einen Teil des Kapitals eines Unternehmens darstellen. Unternehmen vergeben mit Aktien also Anteile am eigenen Unternehmen. Wenn du in Aktien investierst, wirst du sozusagen Teilhaberin an der jeweiligen Firma.

    Für Unternehmen sind Aktien eine Möglichkeit, Geld zu erhalten, mit dem sie Abschlüsse, Produktion, Forschung und Einkäufe finanzieren. Immer mit dem Ziel, ihre Geschäfte auszuweiten, ohne sich zu verschulden.

    Werden alle Aktien zusammengenommen und mit dem Börsenkurs der Aktien multipliziert, ergibt das den gegenwärtigen Unternehmenswert — im Beispiel oben also die 100.000 Euro.

    Die Wertentwicklung einer Aktie ist abhängig davon, wie gut das Unternehmen wirtschaftet, das diese Anteile vergibt. Wäre dein Beispielrestaurant von oben also schlecht gelaufen und hätte keinen Gewinn gemacht, wären die Anteile von dir und deinen Freundinnen nach ein paar Jahren vielleicht nur noch jeweils 5.000 Euro wert gewesen. Dann hättet ihr Verlust gemacht.

    Aktien sind also eine Möglichkeit, sich einen Anteil an einem Unternehmen zu kaufen. Besitzt du einmal solche Anteile, hast du zweierlei Ansprüche: Vermögensansprüche und Verwaltungsansprüche.

    Vermögensrechte: Das bedeutet, wenn das Unternehmen Gewinn macht, hast du das Recht, einen Teil dieses Gewinnes abzubekommen. Durch den Anstieg des Wertes gewinnen auch die Anteile an Wert, wodurch du an den börsennotierten Aktien verdienst.

    Verwaltungsrechte: Das heißt, du kannst dich in das Geschäftsleben des Unternehmens einbringen. Zum Beispiel könntest du Kandidaten für die Verwaltungssitze der Firma vorschlagen.

    Welche Rechte dir als Aktionärin genau zustehen, ist davon abhängig, welche Art Aktien zu erwirbst. Es gibt nämlich unterschiedliche Arten von Aktien, mit denen unterschiedliche Rechte oder Ansprüche für die Investoren einhergehen.

    Finanzkompetenz für Frauen: Arten von Aktien

    Aktien sind nicht alle gleich und in der Folge verleihen nicht alle die gleichen Verwaltungs- und Vermögensrechte. Welche Rechte du als Aktionärin hast, bestimmt das Unternehmen, das die Eigenschaften seiner Aktien sowohl bei deren Bildung, als auch beim Sammeln neuen Aktienkapitals selbst festlegt. Die zwei gängigsten Arten von Aktien sind:

    • Stammaktien sind die wohl klassischste Form von Aktien. Mit diesen Aktien gehen keinerlei Sonderrechte etwa bei der Verteilung der Dividenden einher. Nicht einmal im schlechtesten Fall, wenn etwa das Unternehmen wegen Insolvenz abgewickelt werden muss. Allerdings hast du als Inhaberin einer Stammaktie ein Stimmrecht. Das heißt, du hast das verbriefte Recht, bei Hauptversammlungen des Unternehmens abstimmen zu dürfen.
    • Vorzugsaktien vergeben das Vorzugsrecht bei der Verteilung und / oder einer eventuellen Rückerstattung des Kapitals im Fall einer Insolvenz. Außerdem hast du als Inhaberin einer Vorzugsaktie in der Regel höhere Dividenden, dafür allerdings kein Stimmrecht in Unternehmensangelegenheiten. Theoretisch ist eine Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammaktien möglich. Aber nur, wenn das Unternehmen das so beschließt. Börsennotierte Unternehmen vergeben Vorzugsaktien allerdings oft lieber als Stammaktien, weil sie dadurch Investorengelder erhalten, ohne im Tausch dafür Mitspracherechte einzuräumen.

     

    Daneben gibt es auch noch die sogenannte Nennbetragsaktie und die Namensaktie. Für eine grundlegende Finanzkompetenz für Frauen sind aber vor allem die beiden genannten Aktienarten interessant. Möchtest du tiefer in die Materie einsteigen, sprich gerne mit unseren Finanzberaterinnen über deine Möglichkeiten, am Aktienmarkt zu investieren:

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    Aktien verstehen, dann erst kaufen

    Das vorrangige Ziel des Aktienmarktes, den du auch als Börse kennst, ist es, die Kapitalnachfrage der Unternehmen und das Kapitalangebot der Aktionäre und Investoren zusammenzubringen.

    Du kannst Aktien sowohl auf dem Primärmarkt als auch auf dem Sekundärmarkt kaufen.

    Auf dem Primärmarkt werden Aktien gehandelt, die erstmalig zum Kauf angeboten wird. Meist handelt es sich dabei um Aktien von Unternehmen, die gerade erst an die Börse gegangen sind. Der Sekundärmarkt handelt Aktien von bereits notierten Unternehmen, die unter den Investoren ge- und verkauft werden.

    Angebot und Nachfrage bestimmen auch die Preisentwicklung eines Titels im Laufe der Zeit. Bei hoher Nachfrage, also großem Interesse seitens der Investoren und Investorinnen an einem Unternehmensanteil, steigt der Preis. Bei geringer Nachfrage fällt er.

    Finanzkompetenz für Frauen: die Risiken von Aktien

    Aktien sind riskant. Riskanter zumindest, als manch andere Investment-Produkte. Darum sind Aktien sicher nicht für jede Anlegerin gleich gut geeignet. Schließlich muss das Risikoprofil immer mit dem Anlageprodukt zusammenpassen.

    Was also sind die Risiken von Aktien?

    Bei Aktien hast du weder Garantie darauf, dein investiertes Kapital erstattet zu bekommen, noch eine Mindestrendite zu erhalten.

    Der Wert einer Aktie und damit auch seine Rendite hängen vom Wohl und Zustand des Unternehmens ab. Je erfolgreicher das geführt wird, desto höher steigt sein Wert an der Börse.

    Als Aktionärin kann es dir also passieren, dass du dein gesamtes Investment verlierst. Etwa dann, wenn das Unternehmen scheitert.

    Aktien sind höchst volatil. Das bedeutet sie können sehr schnell an Wert gewinnen, aber auch genauso schnell an Wert verlieren. Das häufige und schnelle Auf und Ab kann für emotionale Anlagefehler sorgen, wenn du etwa bei Kursverlusten aus Panik deine Anteile verkaufst.

    Aktien haben aber auch Vorteile

    Ein Investment in Aktien bietet potentiell unbegrenzte Gewinnmöglichkeiten. Manche Aktien schaffen es binnen weniger Monate, ihren Börsenwert um 100% zu steigern.

    Als Aktionärin kannst du, wenn das Unternehmen erfolgreich ist, außerdem durch die Ausschüttung von Dividenden zusätzlich verdienen. Als Dividenden werden Gewinnbeteiligungen bezeichnet, die das Unternehmen in aller Regel ein Mal im Jahr an seine Aktionäre ausbezahlt.

    Die Gewinnmarge ist bei Aktien also höher, als bei vielen anderen Finanzprodukten.

    3 Grundregeln für deinen Aktienkauf

    1. Es gibt kein Erfolgsrezept. Bei Aktien ist das Verlustrisiko sehr hoch. Entscheide dich also nur für ein Investment in Aktien, wenn du dir der potentiellen Verluste bewusst bist und bereit bist, diese zu akzeptieren. Bedenke außerdem, dass es lange Zeit dauern kann, bis Aktieninvestments Gewinne einfahren.
    2. Ein wichtiger Parameter, den du bei der Geldanlage in Aktien bedenken solltest, ist die Diversifikation: Setze nicht auf nur einen einzelnen Titel, sondern kaufe Aktien aus unterschiedlichen Ländern und Sektoren, um so das Gesamtrisiko deines Portfolios zu reduzieren.
    3. Vorsicht ist auch beim Gegenteil geboten. Pass also auf, dass du deine Investments nicht zu sehr zerkleinerst, sprich, überdiversifizierst. Sonst könnten die Gebühren und Kommissionen deiner Bank zu sehr ins Gewicht fallen. Vor allem, wenn du nur begrenzt Kapital zum Investieren zur Verfügung hast.

     

    Bevor du in Aktien investiert, solltest du unbedingt einen klaren Investmentplan ausgearbeitet haben: Finanzziele festgelegt und Startkapital angespart haben. Und natürlich musst du wissen, wie du dein Vermögen verwaltest. Das Alles gehört dazu, wenn du Aktien verstehen willst.

    FinMarie unterstützt dich gerne weiter darin, deine Finanzbildung für Frauen auszubauen und berät dich kompetent über alles, was du über Investments wissen musst. Vereinbare gleich ein kostenloses Beratungsgespräch mit unseren Expertinnen:

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