“Ich weiß, dass ich mich kümmern muss. Aber jetzt gerade geht es einfach nicht.“
Diesen Satz höre ich ständig, in Coachings, Gesprächen und Nachrichten: Und ich glaube das. Sofort.
Meine Arbeit hier bei fin:marie zeigt mir immer wieder:
Natürlich wissen wir Frauen, dass Geld wichtig ist.
Und trotzdem rutscht das Thema Geld immer wieder nach hinten.
Nicht, weil wir die Notwendigkeit nicht verstehen oder kein Interesse hätten, sondern weil unser Alltag einfach voll ist und schlicht die (auch mentale) Kapazität fehlt.
Aus eigener Erfahrung, weil ich weiß, wie sich ein Leben anfühlt, das ohnehin schon mega voll ist. Wie soll es auch anders sein? Seit über 15 Jahren bin ich in der Finanzbranche voll berufstätig und habe inzwischen drei Kinder. Das sind lange To-do-Listen, emotionale Arbeit, permanentes Mitdenken für andere – und auch noch viele große Pläne im Kopf.
Also, im Prinzip sitzen wir da im selben Boot. 🙂
Der einzige Unterschied ist, dass ich den Umgang mit Geld systematisch gelernt und über die Jahre verfeinert habe.
Daher weiß ich auch:
Man, ja, auch Du, kann das “mit dem Geld” lernen.
Lass’ mich Dir deswegen ein wenig zeigen, warum es so wichtig ist, dass Du vs. Deinem Geld klarstellst, wer der Chef ist: nämlich Du.
Und auch, dass das wirklich machbar ist.
Das ist mein Ziel für heute und hier.
Legen wir los:
#Geld: Prio hoch – aber nie auf der To-do-Liste? Hier sind die wahren Gründe:
Das “Warum” oder “Warum” nicht wird meiner Meinung nach noch viel zu wenig auf den Tisch gebracht. Die meisten Frauen, mit denen ich arbeite, kennen ja bereits die Fakten.
Wir alle wissen ja inzwischen von
- der Rentenlücke,
- von den Auswirkungen von Teilzeit und auch
- Motherhood Penalty ist nicht unbekannt
- von unbezahlter Care-Arbeit und finanziellen Abhängigkeiten.
- oder schlichtweg: Inflation.
Das ist (zum Glück) inzwischen kein “komisches Gefühl” mehr, sondern eine bekannte Tatsache. Und dennoch fühlen sie sich oft ein wenig “außerhalb von uns“ an. Vielleicht hoffen wir einfach, dass es uns schon nicht erwischt… Was immer die indiviDuellen Gründe sind:
Oft passiert trotz des Wissens um die Notwendigkeit, zu handeln, jahrelang wenig.
Wenn nicht sogar gar nichts. 😉 (da fällt Dir bestimmt jemand zu ein, oder?)
Nein, nicht aus Ignoranz, sondern aus Überlastung.
Geld als zu lösendes Thema ist zwar oft präsent, schreit aber nicht, brennt nicht – scheint irgendwie wichtig, aber nie dringend.
Dabei muss das “Wichtig” unbedingt zum “Dringend” gemacht werden – von Dir, bevor Dein Leben reingrätscht und es für Dich tut.
Es gibt hier zwei Probleme, die oft dafür verantwortlich sind, dass Frauen sich finanziell nicht ausreichend absichern.
Problem Nummer #1: Brainload
Stell Dir vor, Dein Gehirn hat 47 Tabs offen und keiner lässt sich schließen. Ständig denken, organisieren, vorausplanen – das alles im Hintergrund, während Du Dein Leben regelst. Das nennt man “Brainload”, oder auch “Mental Load”.
Nein, das ist kein Modewort und ja, ich kannte das bis vor ein paar Jahren auch noch nicht – was schon viel sagt. Es beschreibt eine reale, dauerhafte Belastung, die wir Frauen meist gut kennen. Während wir X tun, arbeitet unser Hirn permanent im Hintergrund schon an anderen Themen, für die wir uns zuständig fühlen:
Du denkst daran, dass Du den Zahnarzttermin für Deine Kids ausmachen musst, während Du auf dem Weg bist, Deine Tochter aus der Kita abzuholen, um Deinen Sohn anschließend zum Gitarrenunterricht zu bringen. Heute Vormittag warst Du schon im Büro und hast eine hübsche kleine Task List abgearbeitet. Klingt anstrengend? Ja, das ist es auch.
Gesellschaftlich sind wir Frauen hier immer noch viel mehr gefordert als der Durchschnittliche Mann. Einfach weil es Tradition hat – und bis heute (häufig recht still und leise, recht unauffällig) so erwartet wird.
Der Kuchen für den Schulbazar?
Der Salat für die Party?
Hat irgendwie immer von uns Frauen zu kommen, nicht wahr?
Diese Last (=”Load”) ist zwar unsichtbar – und gleichzeitig kostet sie so viel Energie. Jeden Tag.
Oft wird Brainload nur mit Muttersein gleichgesetzt – das halte ich,
wie so viele Klischees über uns Frauen, für Quatsch.
Ich sehe in meiner Arbeit viele Frauen, die auch ohne Kinder eine große emotionale Verantwortung tragen. Z.B. neben ihrem Vollzeitberuf zusätzlich ihre Eltern pflegen. Oder deren Vollzeitberuf sogar die Pflege ist! Mehr als verständlich, warum Geld, ein unangenehmes Thema, wenn alles andere immer “dringend” erscheint, immer wieder “hinten runterfällt“.
Gefährlich ist das trotzdem – für uns selbst nämlich.
Problem Nummer #2: Geld ist “nur” wichtig, nie dringend – die “Später-Falle”
Neben dem Brainload gibt es noch ein zweites, sehr heimtückisches Problem:
Geld fühlt sich immer wichtig an, aber selten dringend (außer: es ist plötzlich so – und dann ist es oft ein echtes Problem).
Es gibt für das Thema Geld/Finanzen keine Deadline, keinen Chef, der mahnt, kein weinendes Kind, das sofort
Aufmerksamkeit braucht. Auf dem Konto ist Geld. Die Miete wird bezahlt. Alles läuft – irgendwie.
Aber genau das ist die Falle:
Während Du Dich um alles andere kümmerst, was laut nach Dir ruft, verstreicht wertvolle Zeit. Zeit, in der Dein Geld für Dich hätte arbeiten können.
Deshalb ist mein wichtiger “Geheimtipp:
Mach das Geld dringend – ja, Du selbst, jetzt. Nicht aus Panik, sondern aus Selbstfürsorge!
Das ist der wahre ‘Powermove’:
Bevor es brenzlig wird und Dein Leben plötzlich entscheidet, dass es jetzt die dringlichste Angelegenheit ist. Ich will hier keine Schwarzmalerei betreiben – realistisch gesehen kann halt in einem langen Leben irgendwann mal was passieren.
Du kannst die Zügel aber gelassen in der Hand halten, wenn Du gut finanziell vorbereitet bist.
Szenarien, auf die wir finanziell zu oft nicht vorbereitet sind
Zum Beispiel im Bereich Ehe/langjährige Partnerschaften: Solange alles gut ist und eben bevor es “brennt”, ist es z.B. einfach, “arbeitsteilig” eine Person damit zu betrauen, die sich statt einem selbst drum kümmert – einfach, weil das geht und/oder weil derjenige sich besser auskennt. Oft ist das klassisch der Mann, der tatsächlich ja oft auch mehr (mentale) Kapazität dafür hat – oder sich zumindest zuständiger fühlt. Auf den ersten Blick völlig ok: Warum nicht die verschiedenen Arbeitsbereiche verteilen?
Gleichzeitig gibt man damit oft auch die Macht über die eigene finanzielle Gesundheit aus der Hand.
Meine Arbeit mit fin:marie hat mir schon so oft gezeigt, dass das Leben manchmal nicht so läuft wie geplant. Oft scheint das sogar eher die Normalität zu sein, wenn man mal ganz sachlich darauf schaut.
Mal ein paar Beispiele verschiedener Szenarien, die uns (wenn wir unvorbereitet bleiben) finanziell aus der Bahn werfen können.
Wenn eine Ehe endet: Finanziell abgesichert – oder unangenehm abhängig?
Nehmen wir folgende Fall. Eine jahrelange Ehe mit Kindern scheitert. Die Frau nahm klassisch die Caretaker-Rolle ein. Man dachte, man müsse nichts weiter regeln; man bleibt ja zusammen, “das läuft schon”. Bis sich herausstellt: Hm, da hatte das Leben was anderes vor.
Eine Scheidung ist ja an sich schon schmerzhaft genug – gerade dann macht es einen riesigen Unterschied, wenn nicht noch geldseitig alles in Trümmern liegt, sondern im Prinzip schon gut geregelt ist.
Auf einmal ohne Job – und jetzt?
Oder: Wenn jemand aus heiterem Himmel den Job verliert, ist es natürlich optimal, auf einen Notgroschen (wir kalkulieren da drei Monate bei Angestellten, sechs Monate bei Freelancerinnen) zurückgreifen zu können. Klar gibt es Arbeitslosengeld, aber nur, wenn Du nicht selbst gekündigt hast. Das tun zu können, ist öfter als man denkt eine Freiheit, die man gut brauchen kann. Oder es ist einfach menschlich wohltuend, ein paar Wochen bewusst Pause machen zu können, bevor man wieder neu loszieht.
Tod und Erbschaft: Geldsorgen müssen da nicht auch noch sein
Und ja: Auch der Tod gehört zum Leben dazu. Im Fall einer Erbschaft sind wir oft emotional überwältigt, sodass Klardenken eh schon nicht einfach ist. Eine Beerdigung zu organisieren oder sogar einen Haushalt aufzulösen, ist stressig genug. Das Letzte, wofür man dann einen Kopf hat, sind Geldangelegenheiten.
Im Zweifel gilt: Finanzielle Entscheidungen unter Druck treffen zu müssen, ist nie gut
In jedem Fall ist es besser, gerade auch auf Ausnahmesituationen vorbereitet zu sein. Denn eines ist fast sicher: Es gibt immer ganz schnell die, die es besser wissen – angeblich. Oder Geld daran verdienen wollen. Entweder Experten, die ihr ProDukt verkaufen wollen, oder Dein Bekanntenkreis, der es vielleicht gut meint, aber Deine Bedürfnisse nicht gut kennt.
Unter Druck muss man dann oft Entscheidungen treffen, die vielleicht zumindest nicht ganz passend sind, manchmal aber auch grundlegend riskant sind. Dazu kommt oft das ungute Gefühl, dass man sich nicht schon früher mit dem Thema beschäftigt hat und sich damit nicht auskennt.
Deshalb mein dringlichster, freundschaftlichster Rat:
Fang jetzt an. Heute.
Ob bei Dir gerade alles läuft oder ob’s holprig ist – völlig egal. “Freiraum” ist das Stichwort.
Sobald Du Dein Geld wirklich kennst und nicht nur erahnst, bedeutet das automatisch mehr Unabhängigkeit, mehr EntscheiDungsfreiheit.
Du kannst sagen: “Ich mich jetzt ‘dafür’… oder ‘hierfür’”.
Und ja: Ich kann ahnen, was Du eh schon alles leistest. Der Brainload ist real. Aber jeder Schritt zählt – und bringt Dir eben mehr Freiraum.
Die Schritte schauen wir uns jetzt mal genauer an.
Schaffe “Me-Time” im Kalender: Für Dich und Dein Geld
Ich habe einen sehr einfachen Tipp für Dich, falls Du noch gar nicht gestartet hast:
Schritt 1: Leg mit Budgetieren los.
Mach Dir einen finanziellen Überblick mit einem Finanzplaner, der Dir dabei hilft (ja, das können wir bei fin:marie sein 👉 alle Infos HIER).
Du kannst direkt eine Stunde mit “Me-Time” in Deinem Kalender blockieren und schauen, welche Ein- und Ausgaben Du hast.
Wenn es eigentlich ganz gut aussieht – super, aber es ist auch kein Weltuntergang, wenn Du im Dispo bist. Die meisten unterschätzen, wie enorm die Auswirkungen relativ kleiner Sparraten sein können und wie gering der Aufwand dafür ist.
Mag sein, dass Du schon einen Finanzplan hast oder Dir ein gutes Sümmchen angespart hast. Super Grundlage, und ein super Zeitpunkt, um Dein Geld lieber für Dich leise im Hintergrund arbeiten, als es staubig werden zu lassen.
Auch hier gilt: Es ist typischerweise viel weniger Aufwand als gedacht und schon kleine Beträge machen auf Dauer ordentlich “Mist”.
Also, nochmal auf den Punkt: Was steht dem Thema Geld oft im Weg?
Fassen wir zusammen: Definitiv nicht Dein mangelndes Wissen oder fehlendes Interesse. Es ist die Kombi aus zwei fiesen Fallen:
Dein Kopf ist bereits voll mit allem, wofür Du Dich zuständig fühlst – der Brainload, der täglich an Dir zerrt. Und gleichzeitig gibt Dir niemand eine Deadline für’s Geldthema.
Dein Alltag schreit halt lauter als Dein Kontostand.
Das Thema Geld bleibt “wichtig”, wird aber nie “dringend” – und hat deshalb oft weniger Prio. Mach’s “dringend” – am besten noch heute (!), bevor das Leben Dich dazu pusht und Dich zwingt, jetzt schnell und unter Druck, finanzielle Entscheidungen zu treffen.
Damit Du Dir klar werden kannst, welche Angebote es hier überhaupt für Dich gibt und was sinnvoll ist, empfehle ich
Dir, einen Termin bei unserem fin:marie Espresso-Coaching auszumachen. Das dauert nicht lange, ist kostenlos und der erste Schritt, um Dich ins Handeln zu bringen.
Egal, von wo Du jetzt gerade startest: Loslgen, dann dranbleiben – das zählt. Nicht: ‘muss ich perfekt machen oder können’. Und denke immer daran:
Du bist nicht die Erste und nicht die Letzte, die sich Stück für Stück an das Geldthema herantastet.
Mit uns und anderen Academy-Teilnehmern wirst Du auch ganz schnell sehen, dass auch andere irgendwann angefangen haben und dass das völlig okay ist.
Buche ein Espresso-Coaching!
Setz Dir 30 Minuten. Nicht zum Perfektsein – sondern zum Anfangen.


