Das Geld-Gespräch, das jedes Paar führen sollte – ohne Stress

Geldgespräch Paar Tipps

Inhaltsverzeichnis

„Schatz, wir müssen mal übers Geld reden.”

 

Klingt nach so nem auswendig gelernten Satz in einer 80er-Jahre-Sitcom, oder? 😀 Aber mal Spaß beiseite – hast Du sowas schon mal zu Deinem Partner gesagt? Und wenn ja: Wie lief das dann so?

 

Warum frag ich das jetzt? 

 

Weil ich nach x Beratungen und Coachings bei fin:marie ziemlich überzeugt bin: Gut geregeltes Geld plus echter Raum für Eure gemeinsamen Träume – das ist das neue Romantisch.

 

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen trocken, aber nein, das ist es nicht. Denn Paare, bei denen das Thema Geld nicht ständig unterschwellig im Raum hängt, kriegen oft mehr Klarheit für die gesamte Beziehung. 

 

Also das heißt: Gut geregeltes Geld kann das Vertrauen stärken und gibt oft mehr Leichtigkeit – so, dass Ihr Euch mehr auf andere Dinge in Eurer Beziehung konzentrieren könnt: Z.B. Eure Zukunft zu planen!

 

Ja, und das sag nicht nur ich 😀.

 

Eine ElitePartner-Studie 2023 zeigt z.B., dass Geld in jeder zehnten Beziehung ein Dauer-Streitthema ist – bei Paaren unter 40 sogar noch häufiger. Das ist jetzt nicht wenig. 

 

Was ich nach langjähriger Erfahrung als Finanzexpertin sagen kann: Wir sind es schlicht und einfach oft nicht gewohnt, über Geld zu reden. Weil’s schon noch ein Tabuthema ist – bei dem manchmal Beklemmungen hochkommen. 

 

Und jetzt mal ganz frei raus – zum Stichwort “Beklemmungen”: Im Freundeskreis wird eher über Sex gesprochen als über Finanzen. Und woher soll man gut darin sein, wenn man null Übung drin hat? 

 

Dazu kommt – und das sag ich als Frau, die das aus eigener Erfahrung kennt – dass wir Frauen kulturell noch mal eine extra Schicht Hemmung mitbekommen haben. 

 

We’re talking Generationen unserer Mütter und Großmütter. Das Gleichberechtigungsgesetz ist noch nicht alt: Erst seit  1958! – dürfen wir Frauen ein EIGENES Konto haben und erst seit 1977! dürfen wir Frauen ohne Zustimmung unseres Ehemannes arbeiten. #Steinzeit. 

 

Und naja, jetzt ist’s 2026 und… Geld ist immer noch oft DAS Riesenthema in Beziehungen.

 

Dabei ist das Geld an für sich in einer Beziehung eigentlich nicht das Problem.

 

Sondern es ist eher so, dass Geld ein echtes Schlüsselthema ist – eines, das so viele neuralgische andere Themen sichtbar macht. 

 

Nämlich:

 

  • ob wir unsere Träume realisieren können
  • ob wir Ängste haben, z.B. vor der Zukunft
  • ob wir vertrauen können
  • ob wir Kontrolle über unser eigenes Leben haben und unsere Freiheit genießen können

 

Und ja, halt zumindest in Hetero-Beziehungen auch, ob’s da geschlechtsspezifische Ungleichheiten zwischen den Parteien gibt. 

 

Da sollte man nämlich auch einfach offen drauf schauen: Hat der eine da schon investiert und der andere nicht? Verdient einer mehr als der andere, und wenn ja, wer ist das? 

 

Wenn man gemeinsam ein Leben aufbauen will, dann wäre es ja ggf. auch ein guter Anfang, mit den vorhandenen Ressourcen, sei es Zeit, Geld, Energie, fair umzugehen.

 

Denn: wenn sich einer auf die Dauer ausgenutzt fühlt – wie kann das für das Geben und Nehmen in einer Beziehung, das Vertrauen darin gut sein?

 

Also, wir hören jetzt mal auf uns davor zu verstecken.

 

Weißt Du, das Gute ist ja, dass ich da ganz nüchtern von meinem Schreibtisch aus – also als Finanzexpertin – draufgucken kann: 

 

Deshalb gibt’s jetzt 

 

5 klare Tipps, die a) für uns Frauen funktionieren und gleichzeitig b) Konflikte reduzieren und c) ja, ggf. sogar eine stärkere Basis für eine Beziehung legen können.

 

Schnapp Dir einen Kaffee (oder von mir aus auch einen Wein, auch okay 😄), und lass uns das mal anders angehen. 

 

Das wird jetzt kein Streitratgeber oder so ein „10 Regeln für gesunde Paar-Finanzen”-Bla. Wir brauchen einen echten Leitfaden für ein Gespräch, das Euch näherbringt – und nebenbei auch Eure Finanzen klärt.

 

Warum „wir müssen reden – übers X = Geld“  zu oft falsch startet

 

Das Szenario beim Thema Geld in der Partnerschaft

 

Ja, warum eigentlich? Sonntag, Nachmittag: Ihr habt gerade so ein richtig leckeres Mittagessen – Lasagne mit Feldsalat und zum Nachtisch Tiramisu – gegessen. Jetzt wird mit einem Espresso aus der Bialetti Deiner Mutter verdaut. Und dann… 

 

Da ihr so schön beieinander sitzt, und Du hast Dir vorgenommen, Du willst es mal “in aller Ruhe” 😉 ansprechen, dass du am Freitag auf die Kontoauszüge geschaut hast und es sich da zeigte… dass Ihr so Einiges an Ausgaben hattet.

 

Junge, wie schnell sich die gemeinsamen Ausgaben aufaddiert haben:

 

  • Da sind die Flüge nach Korsika, gebucht für Anfang Juli. 
  • Den Polo reparieren lassen, weil mal wieder der elektrische Fensterheber an der Beifahrertür spinnt… 
  • die Buchsbäume, die Ihr vom Gärtner frisch für den Frühling einpflanzen habt lassen… 

 

Gut, was soll man sagen – da hat sich schon ganz schön was angesammelt. Und da ist das Thema mit der Küche noch nicht mal ‘eingepreist: Neulich auch noch die kleine Diskussion, die ihr hattet – Ikea-Küche vs. Küchenstudio, wie viel sowas kostet – und ob eine neue Küche generell vielleicht rausgeschmissenes Geld ist. 

 

Jedenfalls hast Du ein ziemlich ungutes Gefühl gerade:

 

  • so viel Geld, dass das letzten Monat abgebucht wurde
  • der sich verstärkende Eindruck, dass  Ihr in Sachen Prioritäten nicht immer ganz “d’accord” miteinander seid… 
  • ein wenig auch die Angst, dass Ihrvielleicht ein wenig zu viel nichteiner Wellenlänge liegt.

 

In der Tat: Wofür man Geld ausgibt, oder auch nicht, zeigt sehr handfest, wo unsere Prioritäten liegen. Z.B. wenn Du viel kochst und gerne, dann möchtest Du das auch gerne in einer gut eingerichteten Küche tun, die ein bisschen was kosten darf. 

Also, es geht schon ein bisschen darum, was uns das Geld jeweils wert ist. Auch, für was wir es ausgeben wollen und ja, ob wir eben für einen bestimmten Traum in der Zukunft gemeinsam auf etwas, das man sich heute kurzfristig anschaffen könnte, verzichten wollen.

 

Warum “müssen” der Killer vom Geld-Gespräch ist?

 

In Beziehungen ist für viele Kommunikation schon auch wichtig – gerade beim Thema Geld. Deshalb ist das Wörtchen “müssen” da vielleicht eher Fehl am Platz. Also dieses “Wir müssen über Geld reden“.

 

Wir wissen ja auch aus anderen Bereichen: Der Ton macht die Musik.

 

Das Problem ist sonst nämlich, dass der Satz eher wie ne Ansage oder so ne Art Einladung zur Verteidigung klingt. Da will man sich doch schon am liebsten gleich wegducken und in den Schutzmodus gehen, oder? 

 

Also Reminder: Ihr wollt ein Gespräch führen.

 

Bevor ich Dir gleich noch einen “Powermove” verrate, der dir dabei hilft, gebe ich Dir erst mal den Tipp:  

 

Stell Dir ein paar Ground Rules für Euer Geld-Gespräch auf.

 

Also, wann ist denn ein guter Moment, um überhaupt über das Geld zu reden? Was für einen Anlass gibt’s?

 

Mein Vorschlag: Stellt Euch das Geldthema ein bisschen wie beim Gaming vor. Wie in einem Computer Games ist jede Phase als Paar ist ein neues Level – und mit jedem Level steigt der Einsatz. 

 

Das könnte z.B. so aussehen:

 

  • Level 1 – Erster gemeinsamer Urlaub: Wie viel geben wir aus und wer bezahlt was? Relativ wenig Druck, überschaubares Risiko – aber schon der erste echte Fingerzeig, wie Ihr mit Geld umgeht.
  • Level 2 – Zusammenziehen: Miete, Einkäufe, Einrichtung – plötzlich teilt Ihr Kosten. Und plötzlich wird Geld ein gemeinsames Thema.
  • Level 3 – Eigenheim: Eigenkapital, Kredit, gemeinsame Schulden – in dem Level seid ihr ordentlich fortgeschritten und habt euch wahrscheinlich auch schon so einige Skills in den vorhergehenden Levels angeschafft 💪
  • Level 4 – vielleicht wollt ihr Kids? Elternzeit, Teilzeit: Wer geht wie lange? Das ist das Gespräch, bei dem es natürlich sehr um die Zukunft von uns Frauen geht, vor allem weil das “Game” in der Hinsicht nicht so toll für uns aufgesetzt ist..

 

Die Ground Rules, also worüber Ihr redet, wann und was Ihr gemeinsam anpackt, werden automatisch größer. So ranzugehen, das kann das Thema schon mal etwas neutralisieren.  Und zeigt halt auch, wofür Ihr gemeinsam an einem Strang ziehen wollt. 

 

Und unter Druck öffnet sich niemand wirklich. Geld ist emotional aufgeladen – mit Kindheitserfahrungen, mit Angst, mit Selbstwert. Wenn Dein Partner das Gefühl hat, er wird gleich zur Kasse gebeten (buchstäblich), ist das Gespräch schon verloren, bevor es angefangen hat.

 

Und jetzt kommt der versprochene Powermove…

 

Stattdessen: Powermove Money Date 💕

 

Framen wir das Geldthema mal ein bisschen anders – also: andere Wörter – und schon fühlt es sich anders an und wir können frisch hinschauen.

 

Das klappt in anderen Bereichen auch ganz gut – “gebraucht“ ist heute “vintage” oder eine kleine Wohnung ist “cozy“. Um dem ernsten Geld-Gespräch hier den Wind aus den Segeln zu nehmen, nennen wir es mal “Money Date”.

 

Das ist ernst gemeint. Macht was aus, wenn Ihr es macht. Setzt Euch zusammen – bewusst, mit Zeit, vielleicht mit was Schönem dabei, holt Euch einen Chai Latte um die Ecke, bevor Ihr Euch zusammensetzt.

 

Und macht es zu einem Ritual, nicht zu einer Pflicht. Einmal im Monat, einmal im Quartal, was auch immer zu Euch passt. Ihr könnt das z.B. auch am Wochenende einplanen, bevor Ihr gemeinsam zum Sport geht – routinierte Abfolgen funktionieren auch immer ganz gut. 

 

Und dann – wichtig: Fang mit Neugier, mit Inspiration, mit Wünschen und Hoffnungen an, nicht mit Vorwürfen. 

 

Wie kann so ein Money Date aussehen? Ich sag Dir, dass man sogar das Thema Geld sehr liebevoll und mit Verständnis und Empathie angehen kann. 



Das Money Date – was das eigentlich ist (und warum es kein Streitgespräch ist)

 

Ein Paar-Money-Date ist kein Budgetmeeting wie im Büro. Also nix mit Glaswänden und Anzugsträgern aus Netflix-Serie xyz 😀 🤑.

 

Auch nicht unbedingt direkt ein Kassensturz und bloooß keine gegenseitige Kontrolle.

 

Sieh’s mal lieber so: Es ist ein Gespräch, bei dem Ihr beide Eure kleine “Geldwelt” aufmacht und mal auf den Tisch legt – ohne, dass gleich wieder bewertet wird, alte Muster ausgesprochen werden und…

 

… ja, es ist  Zeit sich das  „ich hab’s doch gesagt” lieber zu verkneifen 🙊.

Ich kann Dir sagen, ja das geht. Ich hab Paare begleitet, die jahrelang nicht über Geld gesprochen haben – und schon nach einem einzigen strukturierten 

Gespräch das Gefühl hatten: „Oh, jetzt ist das inhaltlich gelöst UND gleichzeitig kennen wir uns jetzt noch viel besser.” 

 

Ich glaub auch, dass sowas ganz schön beziehungsfestigend ist – mal alle Geldsorgen oder auch Wünsche, die man so hat, loswerden. 

 

Und naja, diese Art von Kommunikation lässt sich schon auch ganz gut auf andere, größere und kleinere Stolpersteine in Beziehungen anwenden. 

 

Ich bin aber natürlich keine Therapeutin

 

(auch wenn’s vielleicht manchmal ein paar Überschneidungen gibt 😂 – nee – also das maße ich mir wirklich nicht an), 

 

sondern Finanzexpertin!

 

Deshalb gibt’s jetzt von mir 5 Fragen, meine Tipps, die ich bei Eurem ersten Money Date sehen möchte :). 

 

5 Fragen für Euer erstes Money Date – die Nähe statt Distanz schaffen

 

Also, da Ihr ja keine Excel-Liste mit Zahlen erstellen wollt, die Ihr am Ende der Woche Eurer CEO vorlegt – gibt’s eine Sache, die der Kern des ganzen “money dating” ist – wie bei anderen Dates halt auch: 

 

Essentielle Fragen stellen.

 

(Stell Dir mal beim klassischen App-Dating vor, jemand würde nix fragen… dann würdest Du wahrscheinlich auch nach dem ersten Drink nach Hause fahren… alleine. 😀)

 

Also: Kein Zahlengewusel und bitte keine Tabellenkorinthenkackerei. 

 

Lieber: 5 Fragen – ehrlich, offen und, vor allem, neugierig gestellt. Das klingt vielleicht banal, aber ich empfehle: Abwechselnd zu antworten. Kein Unterbrechen. Kein Bewerten.

 

Frage 1: „Was ist Dein größter Traum, (…der Geld braucht)?” / und/oder: was bedeutet für Dich “ein gutes Leben leben”?

 

Träume… das ist doch was, das wir alle irgendwie haben, stimmt’s? Also, mit dieser Frage anfangen, um mal richtig zu bonden 🥰. Nicht mit „Wie viel hast Du auf dem Konto?” 

 

Das ist so eine Frage – die öffnet erst mal das Gespräch und zeigt, wofür jemand eigentlich seine 40-h-Woche rackert. 

 

Und sie macht aus einer Budgetdiskussion ein Gespräch über das Leben, das Ihr beide haben wollt. 

 

Ground Rule: Alles ist erlaubt, nix ist zu Groß, zu viel, zu seltsam. Ob und was davon wann wie gemacht oder angegangen wird… das spielt erstmal keine Rolle. 

 

Egal was es ist: 

 

Ist es das kleine Häuschen von der Oma auf dem Land übernehmen, ausbauen und renovieren? Endlich die eigene Chefin sein und Deine Physiopraxis im Stadtzentrum eröffnen? Oder ein Sabbatical – niemand will was von Dir mal drei Monate lang und Du siehst endlich die wunderschöne Vulkanlandschaft der indonesischen Inseln? Oder ja, ganz einfach – und das ist genauso legitim – eine finanzielle Basis-Sicherheit, die Angst nimmt?

 

Naja, und die  Antwort Deines Partners kann schon mal ‘ne Überraschung sein. (Meistens positiv.)

 

Frage 2: „Wie war das mit dem Geld bei Dir zu Hause – als Du aufgewachsen bist?”

 

Das ist die Frage, die alles erklärt. 

 

VIIIIEL mehr als jeder Kontoauszug 

 

– Stichwort “Money Mindset”. 

 

Oh ja… ist eines meiner Lieblings-Geldwörter, und das kriegst Du von mir immer wieder um die Ohren gehauen 😀.

 

“Ja, wie ist es denn so bei Dir? War Geld knapp und ging’s daheim eher stressig zu, wenn’s ans Geld ging? Wurde da überhaupt drüber geredet? Hat’s jemand zum Fenster rausgeworfen und Ihr musstet dann schauen, ob nächsten Monat die Miete bezahlt werden kann? Oder war Geld einfach immer da – und Du konntest einfach die Kreditkarte Deiner Eltern schnappen und damit einkaufen gehen und Geld war deshalb auch eher kein Thema?”

 

Wer das vom Partner weiß, versteht eher, warum er so reagiert, wie er reagiert. Das ist keine Entschuldigung – aber es ist eine Erklärung. Und Erklärungen erzeugen Mitgefühl. 

 

Ja und again – I am not a therapist – aber glaub mir, wenn Du das Money Mindset Deines Partners kennst,  verstehst Du die Person vielleicht auch viel besser in anderen Lebenslagen – also, wenn’s zum Bsp. um Ängste und Bedürfnisse geht. 

 

Frage 3: „Was gibt Dir ein gutes Gefühl, wenn’s ums Geld geht? Was wäre ‘genug’ für Dich?”

 

Die eine sagt: ein gut gefülltes Girokonto. Der andere sagt: Kein Dispo, kein Stress. Die Dritte sagt: ein Notgroschen für 6 Monate. Der Vierte sagt: Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht so genau.

 

Alle Antworten sind halt richtig. Keine davon ist naiv oder übertrieben. Und das sollte man auch keinen irgendwie fühlen lassen. 

 

Wenn Ihr wisst, was der andere braucht, um sich sicher zu fühlen – dann könnt Ihr das auch gemeinsam aufbauen. 

 

Mit dem Smart Sheets Couple (LINK) von fin:marie habt Ihr zum Beispiel direkt ein gemeinsames Tool, mit dem Ihr Einnahmen, Ausgaben und Sparziele visualisieren könnt – ohne Tabellenchaos. Ich schwöre, das macht einen riesigen Unterschied, wenn man’s einmal strukturiert vor sich sieht.

 

Frage 4: „Gibt’s da was rund ums Geld, bei dem Du denkst, das sollten wir anders machen? Und warum?”

 

Eine mutige Frage, die mit einem ernstgemeinten Angebot: Ich höre Dir zu.

 

Vielleicht fühlt sich ja jemand ausgeschlossen von Entscheidungen. Oder vielleicht sieht jemand da auch Ausgaben, die schon lange ein Dorn im Auge sind, aber nie angesprochen wurden. Kann ja auch sein, dass es den Wunsch nach mehr Transparenz gibt  – oder nach mehr Eigenverantwortung für die eigenen Finanzen. 

Ja klar, das sind die Dinge, die im Alltag einfach gern mal untergehen, wenn man sonst mit Millionen Sachen rumjongliert, aber dann… können sie sich halt leider zu einem riesigen Thema aufbauen. 

 

Lieber jetzt kurz angesprochen als später groß diskutiert.

 

Frage 5: „Wie sehen wir uns in 2/5/10 Jahren – und was brauchen wir dafür finanziell?”

 

Die Zukunftsfrage – die kann ja auch ein bisschen überwältigend sein, aber halt auch zeigen „Hey, ich bin on board.” Und zwar gemeinsam mit Dir. Denn plötzlich plant Ihr nicht mehr gegeneinander – Ihr plant miteinander. 

 

Dann geht’s dabei um sowas wie: Kaufen wir eine Wohnung, wenn ja direkt in Augsburg oder vielleicht doch eher aufm Land? Oder wollt Ihr vielleicht doch mal Eure imaginären Kids Franz und Ella… naja, in die Welt setzen 😀? Elternzeit – wer, wie, wie lange? 

 

Keine Antwort ist falsch. Aber wenn Ihr sie nicht kennt, arbeitet Ihr an komplett verschiedenen Lebensversionen – und wundert Euch, warum das mit dem gemeinsamen Sparen nie klappt.



Und was haben jetzt diese Fragen mit unserer Beziehung und dem Thema Geld zu tun?

 

Also… Die meisten Paar-Finanzprobleme, die ich in meiner Arbeit sehe, entstehen nicht aus Geld per se. 

 

Die kommen sehr oft davon, dass wenig Transparenz da ist und sich dann vielleicht einer ungerecht behandelt fühlt. Das kann schon mal dazu führen, dass sich da ein bisschen Ärger aufstaut. 

 

Leichter als wir gern zugeben kann dann  Geld schon auch irgendwie zum Machtinstrument werden – ob jetzt bewusst oder nicht. Manchmal schiebt man schlicht und ergreifend auch einfach das Zukunftsthema auf… und damit verbunden, was man eigentlich alles so will… das ist halt auch nicht gut. Dann kommt’s oft zu Enttäuschungen, obwohl eigentlich niemand jemanden verletzen wollte. 

 

Und weißt Du, was das mit Euren fünf Money-Date-Fragen zu tun hat? 

 

Alles. 

 

Denn wenn Ihr anfangt, über Träume zu reden statt über Schuld, über Kindheitserfahrungen statt über Kontonummern, über Sicherheitsgefühle statt über Ausgaben – dann lösen sich viele dieser alten Muster ganz von selbst auf. Nicht über Nacht. Aber Schritt für Schritt. Ggfs. in vielen glücklichen Jahren miteinander. ♥️

 

Manchmal wird’s dabei auch hitzig, ja gut… wenn jetzt mein Mann darauf besteht, dass sein Traum ein Ferrari ist und dass der noch diesen Monat vor der Tür stehen soll, dann wäre ich bestimmt auch nicht happy 😀

Das ist okay. Geld ist ja auch emotional, und ein echtes Gespräch ist kein Small Talk.

 

Aber es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Heiß und Destruktiv. 

 

Wenn Vorwürfe kommen,  macht mal Pause – egal, ob kurz, dass einer mal ’n Spaziergang im Wald macht oder länger und man vertagts halt eben aufs nächste (wichtig: im Kalender eingetragene) Date.

 

Dann kommt wieder zusammen, wenn Ihr beide reden könnt.

 

​​So, Schluss mit Gerede über Geld für heute, und das nimmst Du mit:

 

  • 💬 Nicht „wir müssen reden” – sondern mit Vorlauf ein Money Date draus machen. Mit Absicht, mit Zeit, mit einer guten Atmosphäre.
  • 🎯 Immer immer mit dem guten Leben zusammenund Euren Mit Träumen starten, nicht mit Zahlen – „Was ist Dein größter Traum, der Geld braucht?” öffnet mehr als jeder Kontoauszug
  • 🧠 Know your Money Mindset: Geldgeschichte des anderen kennen – wie war Geld in Euren Elternhäusern? Das erklärt VIIIIEL mehr als Ihr denkt 
  • 🔐 Wie zwei Piloten im Cockpit: Beide müssen den Überblick haben – immer. Nicht nur einer. Das ist keine Kontrolle, das ist Sicherheit
  • 📅 I got you, Babe Zukunft aktiv planen – Altersvorsorge, ETF, BU – das kommt auf Euch zu, ob Ihr wollt oder nicht. Lieber jetzt kurz hinschauen als später groß erschrecken
  • 🛠️ Tools nutzen, die Euch Struktur geben – damit das Gespräch nicht im Chaos endet, sondern in einem Plan



Ein letztes Wort – von mir an Dich

 

Ich weiß, dass das nach viel klingt. Und ja, das erste Money Date fühlt sich vielleicht auch ein bisschen komisch oder künstlich an.

 

Aber genau wie beim ersten Mal Yoga oder beim ersten Mal Gehaltsverhandlung: Das wird von Mal zu Mal besser und fühlt sich dann irgendwann so wie das Normalste der Welt an. 

 

Geld-Gespräche in Beziehungen lohnen sich. Ihr müsst dann nicht mehr länger erahnen, was im Partner vorgeht, ob Eure Pläne in andere Richtung zielen oder ob man einfach ein paar Weichen umstellen muss, damit halt niemand zu kurz kommt. 

 

Und kurzer Reminder: Ihr seid zu zweit. Das ist Eure richtige Superpower. Denn zu zweit lassen sich Wünsche und Ziele oft doch etwas einfacher realisieren – mit ehrlich gemeintem Support und Empathie allemal.



Wenn Ihr einen strukturierten Start haben wollt: Das Smart Sheets Couple (LINK) von fin:marie ist genau dafür gemacht. Es führt Euch durch Einnahmen, gemeinsame Kosten, Sparziele – übersichtlich, einfach, ohne dass jemand ein Buchhaltungsstudium gebraucht hätte.



Also was nehmen wir mit: Das Geldthema stinkt nicht, solange mans halt nicht immer wieder untern Tisch fallen lässt und darauf wartet, dass es sich von alleine löst.

 

Und wenn’s doch mal hapert und Du nicht weißt, ob es jetzt schlaut ist, am Sonntagmorgen im Bett mit Deinem Lukas-Stefan-Marek übers Geld zu reden, 

oder, wie Du dich sonst auf so ein Gespräch vorbereiten kannst… 

 

Dann hey, wir sind für Dich in einem kostenlosen Espresso-Coaching da 🙂! 

 

 

Quellen: 

 

  1. https://www.humanresourcesmanager.de/arbeitsrecht/diese-rechte-haben-frauen-in-den-letzten-100-jahren-errungen/
  2. https://www.elitepartner.de/studien/geld-in-beziehungen/

Bereit für Euer erstes Money Date?

Vielleicht schon heute 💛

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