Sparen und Investieren: So bekommst du deine Finanzen in den Griff

Deine Finanzen in den Griff zu bekommen

Inhaltsverzeichnis

Du fragst dich: Wie kann ich Geld sparen? Oder willst du wissen, wie du deine Finanzen im Überblick hast? Wir haben drei einfache, aber wichtige Tipps für deine Finanzstrategie. Wir befinden uns in einer wirtschaftlich ernsten Lage. Die Inflationsrate ist so hoch wie lange nicht mehr.

Wahrscheinlich geht es gerade uns allen so: Wir haben das Gefühl, dass sich Dinge drastisch verändern. Die Corona-Krise ist noch nicht überwunden und in Europa herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Beides wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus. Gerade aufgrund dieser prekären Situation, ist es sehr wichtig, deine eigene Finanzstrategie unter die Lupe zu nehmen. Wir haben Tipps für dich, wie du auch als Anfängerin deine Finanzen in den Griff bekommst.

Deine Finanzen in den Griff zu bekommen ist kompliziert? Weniger, als du denkst.

Hast du dir schon darüber Gedanken gemacht, wie du deine Finanzen täglich, monatlich und längerfristig im Überblick behältst, um schwierige Zeiten zu überstehen?  

Die Basis für deine Finanzstrategie ist das Cash Management. Wir empfehlen dir drei Konten mit verschiedenen Aufgaben zu führen. Ganz unabhängig davon, wie viel du verdienst, ob du Unternehmerin oder Angestellte bist. Mal Hand aufs Herz – viele Menschen geben das aus, was auf ihrem Bankkonto ist.

Um dem Ganzen einen Riegel vorzuschieben, gibt es einfache Methoden. Haushalte, spare und investiere dein Geld. Aber wie?

1. Transaktionskonto

2. Sparkonto (Notfallkonto)

3. Investitionskonto (Melde dich hier der finmarie App an und hol dir deine Investitionsstrategie)

Denke darüber nach, was du eigentlich mit deinem Geld machen willst. Wahrscheinlich brauchst du einen direkten Zugang, um deine alltäglichen Finanzen abzuwickeln. Aber was ist mit dem, was monatlich übrig bleibt? Möchtest du sparen oder vielleicht Geld anlegen? Die drei folgenden Kontotypen können sich für deine Ziele eignen.  

1. Transaktionskonto

Das Basiskonto, das wir alle kennen. All deine Einnahmen sollten auf dieses Konto eingezahlt werden. Deine variablen Ausgaben, die du budgetierst, gehen von diesem Konto ab. Das sind Kosten, die nicht jeden Monat gleich sind – z.B. für Lebensmittel oder Benzin. Viele haben mehr als ein Transaktionskonto. Das ist meist nicht notwendig. 

Deine Ausgaben sind viel besser nachvollziehbar, wenn du nur ein Transaktionskonto hast. In Zeiten von Online-Banking ist die Verwaltung besonders einfach. Am besten und unkompliziertesten geht das mit der hauseigenen App deiner Bank. 

Gut ist auch, dass dein Transaktionskonto “Alarm schlägt”, sobald du es überziehst. Entweder du landest im Minus, oder die Kapazität deines Kontos ist vollends ausgeschöpft. Du musst regelmäßig auf dein Erspartes zurückgreifen, um dein Konto aufzufüllen? Dann merkst du schnell, dass du über deine Verhältnisse lebst. Zeit, deine Ausgaben einzudämmen.

Mit dem Geld auf deinem Transaktionskonto solltest du in der Lage sein, alle monatlichen Ausgaben zu stemmen. Setze dir am besten jeden Monat ein Limit, wenn du deine Finanzen in den Griff bekommen willst. Beobachte dann, ob du in diesem Geldrahmen bleibst. Wenn du nicht alles verpulverst – sehr gut. Beachte aber, dass du dein Geld nicht länger als drei Jahre auf dem Konto parken solltest, sonst sprechen wir von einer “mittel- bis langfristigen Investition”. Aber dazu später.

Also, kurzer Zwischenstopp: Führe nur ein Transaktionskonto für deine Cash-Management-Strategie. Das erleichtert dir erheblich den Überblick über deine Finanzen, da du den Saldo direkt siehst. Für weitere Zwecke gibt es andere Konten.

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2. Sparkonto

Kümmern wir uns um deine finanzielle Absicherung. Vielleicht denkst du dir: Wie kann ich Geld sparen? Das Sparkonto kannst du dir als deinen Sicherheitspuffer oder dein Notfallkonto vorstellen. Du solltest darauf wirklich nur zugreifen, wenn es nicht anders geht. Falls du z.B. deinen Job verlierst oder, wenn aufgrund der hohen Inflation die Energiepreise steigen und du deine Rechnung bezahlen musst. Es fühlt sich einfach sicherer an, ein “Back-Up” für derlei Notfälle zu haben.

Wie sparst du am besten Geld? Du kannst dir ein Limit für dein Transaktionskonto setzen, z.B. dass du max. 1000 Euro auf diesem Konto hast. Schiebe alles, was darüber hinausgeht auf dein Sparkonto, bevor der nächste Geldeingang stattfindet.

Üblicherweise nutzt du dafür ein Tagesgeldkonto der gleichen Bank deines Hauptkontos, um Transaktionen einfacher vornehmen zu können. Wie John Schmidt vom Forbes Advisor sagt¹, ist es außerdem empfehlenswert, dir einen Dauerauftrag mit einem monatlich festgelegten Betrag einzurichten, der direkt nach Gehaltseingang abgebucht wird. Dann geht das Sparen schon fast wie von selbst.

Wie viel musst du auf einem Sparkonto mit sofortigem Zugriff haben, ohne in prekären Situationen aus Fassung zu geraten? Es gibt zwei Faktoren, die dafür ausschlaggebend sind:

• Wie zuverlässig ist dein Einkommen? Je weniger zuverlässig, desto mehr Geld benötigst du als Sicherheitspuffer auf deinem Konto. 

 

 

•  Musst du für eine Familie sorgen? Wenn du ledig bist, brauchst du nicht so viel Geld. Je größer die Familie, desto mehr benötigst du, um alle abzusichern.

 

Das sind entscheidende Punkte, die bestimmen, wie viel Geld du auf deinem Sparkonto haben solltest, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen.  Es gibt nicht die „richtige“ Summe auf dem Sparkonto.

Wer trotzdem eine grobe Faustformel für sich haben möchte, kann sich an 3 Netto-Monatsgehältern als Angestellte:r und 6 Netto-Monatseinkommen als Selbstständige:r orientieren. Außerdem gilt auch hier insbesondere: Lass dein Geld nicht länger als drei Jahre auf dem Konto liegen, sonst hast du eine mittel- langfristige Anlage, die besser in der nächsten Kontovariante aufgehoben ist. 

Es ist eine sehr persönliche Entscheidung, die von deinen Umständen abhängt. Natürlich auch von dem Komfort, den du anstrebst. Sobald du genug auf deinem Sparkonto hast, kannst du über den nächsten, sehr wichtigen Punkt, deine Geldanlage, nachdenken.

3. Investitionskonto

Das Transaktionskonto und das Sparkonto sind dazu da, kurzfristige Bedürfnisse (max. über drei Jahre ) zu befriedigen und dich abzusichern. Ein Investitionskonto soll dir mittel- bzw. langfristig Wohlstand verschaffen. 

Wenn also deine Rücklagen geregelt sind und du Geld übrig hast, das du die nächsten Jahre nicht brauchst, dann kannst du anfangen zu investieren. Deine Geldanlage braucht Zeit, um zu wachsen.

Regelmäßige Sparpläne funktionieren gut mit Anlagekonten. Neben Einmalzahlungen, fügst du deinem Anlagekonto am besten regelmäßige Beiträge hinzu. Diese sollten in Form einer Lastschrift von deinem Transaktionskonto abgehen. So musst du die Zahlungen nicht ständig auf dem Schirm haben und minimierst das Risiko, sie zu vergessen. 

Im Idealfall empfehlen wir dir 20% deines Einkommens nach Abzug der Steuern zu investieren. Es gilt jedoch: Jeder Betrag ist ein Anfang und bringt dich auf den richtigen Weg, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen.

Falls du doch mal auf dein Sparkonto zurückgreifen musst, fülle es auf jeden Fall wieder auf, bis du deinen regulären Sparbetrag erreicht hast. Es ist immer wichtig sicherzustellen, dass dein Sparkonto den idealen Kontostand aufweist, bevor du weiter in dein Anlagekonto investierst.

Sparen ist kurzfristig wichtig. Investieren ist langfristig notwendig.

Wir raten dir, diese Finanzstrategie immer zu befolgen, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen. Insbesondere aber in ungewissen Zeiten. Behalte deine Finanzen im Überblick. Wie auch von der Verbraucherzentrale angeraten: Kümmere dich erst um dein Transaktions- und dann dein Sparkonto, bevor du mit dem Geld anlegen beginnst².

Behalte dabei trotzdem im Hinterkopf, dass du keine Unsummen anhäufen musst, um mit dem Investieren zu starten. Es lohnt sich, früh anzufangen. Egal, ob du für dein Alter vorsorgen willst oder für andere langfristige Ziele Geld brauchst.

 

 

 

 

 

Quellen:

¹ Forbes.com

² Verbraucherzentrale.de 

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