Was der Russland-Ukraine-Krieg für dein Portfolio bedeutet

der Russland-Ukraine-Krieg

Inhaltsverzeichnis

Am 24.02.2022 erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin der Ukraine den Krieg und veränderte somit die Situation in Europa und auf der ganzen Welt. Viele Städte wie Charkiw, Mariupol, Cherson und schließlich auch Kyjiw wurden angegriffen. Längst sind Zivilisten betroffen, eine Flüchtlingswelle wurde ausgelöst. Staaten reagieren mit starken Sanktionen gegenüber Russland. 

Der Russland-Ukraine-Krieg sorgt neben der schwerwiegenden humanitären Krise für Anspannungen auf dem Wertpapiermarkt. Daher haben finmarie:-Kundinnen uns diese Woche Fragen über die Auswirkungen auf ihr Portfolio gestellt. Wir haben die derzeit sehr unbeständige Lage erklärt, Aktienindizes & Co. unter die Lupe genommen und versucht konkrete Ratschläge zu geben.

Wie wirkt sich der Russland-Ukraine-Krieg auf Investments aus?

In Europa fielen die Aktienindizes fast überall um rund 9% Prozent – so etwa an den Märkten in London, Paris, Frankfurt, Zürich und Wien.

Signifikante Aufschläge gab es indes beim Ölpreis, der erstmals seit 2014 pro Fass wieder mehr als 100 Dollar kostete, aber auch beim Preis für Gold, das vielen Anleger:innen in Krisen als sicherer Hafen dient. Etwaige westliche Sanktionen gegen russisches Öl und Gas, können Lieferausfälle mit sich bringen, sagen Experten. Russland drohte bereits damit.

Investment in Krisen: Was bedeutet der Russland-Ukraine-Krieg für mein Portfolio?

Natürlich stehen humanitäre Probleme derzeit im Vordergrund und es gibt viele wichtigere Themen als private Investitionen. Es ist allerdings nur verständlich, dass all diese Informationen auch Ängste um die eigene finanzielle Lage hervorrufen.

Inwieweit sich der Russland-Ukraine-Krieg auf Privatvermögen auswirkt, hängt von der jeweiligen Geldanlage ab. Anleger:innen, die in russische Aktien investierten, haben aktuell kaum Chancen diese zu handeln. Da die Aktienindizes drastisch fielen, sprachen russische, sowie amerikanische Börsen ein Handelsverbot aus.

Aktionär:innen bleibt derzeit nichts anderes, als auf eine Stabilisierung des Marktes zu warten. Bei Fonds kommt es darauf an, ob diese aus größtenteils russischen Anlagen bestehen.

Weltweit gestreute Portfolios, die in einen Weltindex oder Index für Emerging Markets investieren, sind relativ gut aufgestellt. Anleger:innen dürfen hier deutlich weniger besorgt sein. 

Der russische Anteil war bislang prozentual gering und die beiden wichtigsten Indexanbieter MSCI und FTSE führen seit dem 09. bzw. 07.03. 2022 keine russischen Wertpapiere mehr in ihrem Index. Da ETFs den Index abbilden, reagieren zahlreiche ETF-Gesellschaften auf die Maßnahmen und entfernen russische Anteile aus ETFs mit MSCI- und FTSE-Geldanlagen.

Trotz Krise neu investieren?

Aus sinkenden Kursen in Krisenzeiten ergeben sich Chancen für Einsteiger:innen. „Sollte Geld übrig sein, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Geld anzulegen und Investments zu erhöhen“, bestätigt unsere finmarie CEO Karolina Decker. Die Anteile vieler ETFs, den an Börsen gehandelten Fonds, oder auch Aktien, sind jetzt günstiger. Frei verfügbares Geld zusätzlich zur geplanten Sparrate zu investieren, kann sich daher lohnen.

Studien zufolge bleibt die Wertentwicklung von passiven ETFs gerade in Krisenzeiten relativ stabil. 

Global und breit angelegte Portfolios gleichen mögliche Wertschwankungen zwischen Regionen oder Branchen aus. Auch wenn an den Aktienmärkten gerade die Kurse abstürzen: Wer jetzt die Füße still hält, kann langfristig Gewinn erzielen. Sehr wahrscheinlich werden die Kurse noch eine Weile volatil bleiben, jetzt ist trotzdem ein guter Zeitpunkt, Investments aufzustocken.

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Unsere finmarie-Finanztipps

Tipp1

Durch den aktuellen Krieg wird noch mehr als vorher deutlich, dass sich Investment in ein weltweit diversifiziertes Portfolio auszahlt. Behalte diesen wichtigen Punkt bei zukünftigen Entscheidungen im Hinterkopf.

Tipp 2

Nutze die Zeit für einen kritischen Kassensturz: Überprüfe, ob deine Reserven in der Krise ausreichen – eventuell hast du sogar zu viel zurückgelegt und kannst jetzt Reserven auflösen.

Tipp 3

Ruhe bewahren. Auch wenn deine Geldanlage hohe russische Anteil hat – versuche abzuwarten bis sich der Markt wieder beruhigt. Ein Wechsel des Anlagestils oder der Anlageklasse bedeutet einen Eingriff in die langfristige Strategie. Anleger:innen fahren auf Dauer besser, wenn sie an ihrem wohl überlegten Plan festhalten.

Wenn es dir in Krisenzeiten schwer fällt, Ruhe zu bewahren, können zum Beispiel Robo Advisor unterstützen, da sie Anlagestrategien nicht auf emotionaler Basis, sondern rein nach Werten auswählen.

Quellen

 

wallstreet-online.de

forbes.com

handelsblatt.com 

capital.de

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