Da kann ich gleich sagen – nein, nicht per se. Und Du bist nicht die erste Frau, die sich das fragt… und wirst auch safe nicht die letzte sein. Schauen wir doch mal gemeinsam drauf: Ich erklär’s Dir mal anhand eines Beispiels, ok? 🙂
Also, ich hab mich neulich bei fin:marie mit Christina in einem Call für unser erstes Beratungsgespräch zusammengetrommelt. Kurz, damit Du weißt, mit wem Du es zu tun hast: Sie ist Anfang 40, seit gut 8 Jahren SEO-Managerin und wohnt in Nürnberg mit Blick auf die Fachwerkhäuser und diese wunderschönen sandsteinfarbenen Straßen (ich muss zugeben, ich bin bei ihrem Franken-R jedes Mal ein bisschen dahingeschmolzen 😄 – ich lieb das ja).
Naja, und dann hat sie sich ziemlich verlegen zu mir näher an die Kamera gebeugt und gesagt: "Karo, ich glaub, ich bin einfach zu ängstlich fürs Investieren."
Und ich dachte, irgendwie oh krass, da ist wieder dieser Satz, aber auf der anderen Seite ja… gibt ja auch einen Grund, warum ich den so oft höre. Warum? Naja, ich geh mal ein bisschen mehr auf die Geschichte von der lieben Christina ein… und ja, vielleicht wirst Du Dich ja dann auch an der einen oder anderen Stelle wiedererkennen 🤓.
Also, sie ist die Jüngste von fünf Geschwistern, kümmert sich liebend gern um ihre Eltern, die 20 Minuten außerhalb noch einen kleinen Hof bewirtschaften. Sie hat einen Rescue-Hund aus der Ukraine namens Toni und ein Team bei der Arbeit, mit dem sie seit drei Jahren fest zusammenwächst. Da macht man auch mal gemeinsam Überstunden, damit das Projekt sitzt, da man sich ja auch gegenseitig unter die Arme helfen will.
Kurz: Ihr Alltag ist randvoll, also sie ist eine richtige “Busy Bee”.
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Fürs Geldthema war da einfach nie richtig Raum – außer bei der Bank um die Ecke, bei der sie schon ein Konto hat, seit sie 12 war. D.h. sie hat gelernt, beim Thema Geld Vorsicht walten zu lassen. Da sie sich einfach auch nicht so gut damit auskannte.
Und ja, könnte das vielleicht jetzt auch irgendwie zu einer Stärke transformiert werden, die ihren Investitionsstil beeinflusst?
Hm. Lass uns da mal ganz in Ruhe reinschauen. Denn ich glaube, wenn man nach “Wie lege ich mein Geld effizient an?“ recherchiert, wird da oft etwas als Schwäche verkauft, was eigentlich ein völlig legitimer Ausgangspunkt ist. Und halt auch nicht von ungefähr kommt.
Also, dieses “Sicherheit ist beim Investieren eher ein Fehler” nehmen wir jetzt mal genauer unter die Lupe. Und genau darüber und warum das auch Quatsch ist, will ich heute mit Dir sprechen.
Ist Sicherheit beim Investieren ein Fehler?
Ich kann’s nicht oft genug sagen: Nein 🙂. Sicherheit als Priorität zu haben ist kein Fehler, sondern ein Risikoprofil – und das ist erstmal überhaupt nichts Schlimmes.
In dem Zusammenhang kannst Du Dich vielleicht auch erst mal ganz banal fragen: Kennt die Person, die das behauptet, mich und meine Geschichte, meine Kondition?
Naja.. sehr wahrscheinlich nicht – es sei denn, es ist z.B. Deine Mutter und sie ist auf einmal zur Finance-Influencerin geworden 😀.
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Wir brauchen mal einen Rundum-Check, um zu verstehen, was das mit der Sicherheit und vielleicht auch einem geschlechtsspezifischen Verhalten beim Geldanlegen zu tun hat.
Also, schauen wir uns die Zahlen an, denn die sind schon ziemlich eindeutig. Laut der Erste Group (Weltfrauentag-Studie 2026) investieren nur 29% der Frauen in Wertpapiere, bei den Männern sind es 49%.
Das ist schon ein ordentlicher Unterschied, oder? Und 61% der Frauen sagen ganz offen: Sicherheit ist mir wichtiger als Rendite.
Und jetzt kommt der Teil, der mich immer wieder nervt (ja, wirklich): Diese Zahl wird dann oft so gedeutet, als wären wir Frauen einfach zu vorsichtig, zu ängstlich, zu zurückhaltend. Als müssten wir das irgendwie "reparieren", bevor wir überhaupt anfangen dürfen – so ein Blödsinn, also echt.
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Sicherheit zu priorisieren ist keine Charakterschwäche, sondern das ist ein Risikoprofil – so wie jemand, der beim Auto lieber den robusten geräumigen Kombi nimmt statt den durchgestylten Sportwagen. Ist da jetzt was falsch an einer Sache? Nee, oder?
Beides bringt Dich ans Ziel, nur eben unterschiedlich schnell und mit unterschiedlichem Nervenkitzel – und hat vor allem schon was mit Deinen Bedürfnissen zu tun und die sind nun mal – oh Wunder 😋 – unterschiedlich von Person zu Person.
Warum zögern wir dann trotzdem? Weil wir zu wenig über’s liebe Geld wissen?
Ja, das tun wir Frauen schon noch manchmal, also zögern. Und ja, das hat natürlich auch seine Gründe, aber mit blindem Unverständnis kommen wir da auch nicht weiter, wenn wir mehr Frauen zum Investieren bringen wollen.
Was ich noch sagen muss: Die Erste-Group-Studie zeigt auch, warum viele von uns gar nicht erst loslegen. Die beiden häufigsten Gründe, jeweils 35%: zu wenig Wissen und zu wenig verfügbares Geld (denken viele zumindest…).
Und ich glaube, das ist eigentlich der viel spannendere Teil der Geschichte. Denn "Ich hab Angst vor dem Risiko" ist gar nicht so das Ding. Wir können eher festhalten, dass es an den beiden Dingen liegt:
- "Ich weiß nicht genau, wie das mit dem Geld geht" und
- "Ich hab das Gefühl, ich hab eh nicht genug auf dem Konto übrig."
Also, da ham mer’s doch Christina 🙂!
Es gibt ja das Sprichwort da: “Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ – kennst Du das? Bei Finanzthemen ist das aber leider keine besonders gute Strategie. 😬
Bei Christina war's genau diese Mischung: Sie hatte schlicht keine Zeit, sich nebenbei noch durch Finanzartikel zu wühlen. Ja, zwischen Job, Hund, Team auf Arbeit und Familie mit Bauernhof gab’s da halt schlicht und ergreifend keinen Platz mehr, sich noch ausgiebig mit dem Thema Geld zu beschäftigen.
Und selbst zu recherchieren hat sie sich nie so richtig getraut, weil da dann direkt so ein unbehagliches Gefühl von “Nicht-Wissen“ hochkam. Das ist überhaupt kein Vorwurf. Das ist einfach die Realität von ziemlich vielen von uns, und das verstehe ich total. Aber ja, da muss man halt leider auch sagen: Es ist auf lange Sicht nicht optimal – und kostet Dich Deinen Wohlstand und vielleicht schon auch irgendwie auf Dauer Deine Lebensqualität.
Weil wir Frauen halt doch meist die Leidtragenden sind und weniger haben. Deshalb ist’s mir jetzt wichtig, dass Du – genauso wie später dann Christina – die Hemmungen verlierst und nicht denkst, dass Frauen, die ein Sicherheitsbedürfnis beim Anlegen haben, gleich schlechtere Anlegerinnen sind.
Die Female Finance-Studie 2026 vom Bankenverband bringt da noch eine interessante Nuance rein, denn ja – es tut sich schon was bei uns Frauen: Wir sparen mittlerweile sogar häufiger als früher – 53% tun es, vor drei Jahren waren es 50%. Da haben wir dann doch mal ordentlich reingehauen, sozusagen. Aber – und das ist der Punkt – wir sparen in kleineren Beträgen als Männer.
Das heißt: Der Wille ist da. Die Gewohnheit ist da. Was oft fehlt, ist die Brücke vom Sparkonto zum Investieren. Und genau da will ich mit Dir ansetzen.
Sicherheit UND Vermögensaufbau – geht das? Jap.
Oh ja, Geld anlegen und gleichzeitig sicher unterwegs sein klappt ziemlich gut.
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Und zwar ohne dass Du dafür Deine Risikobereitschaft über Nacht komplett umkrempeln musst – so funktioniert das eh nicht 🙃.
Und ich gebe Dir noch mal eine Sache mit: Es ist viel wichtiger, sich selbst und die eigenen “Needs“ zu kennen, als sich in irgendwas zu stürzen, das nicht zu einem passt. Stichwort “Bedürfnisse“.
Denn nur dann läufst Du echt Gefahr, dass etwas schiefgeht, weil Du z.B. siehst, dass Deine Aktienkurse hoch und runterhüpfen und Du sie am liebsten bei jedem “Down“ verkaufen willst. Dann wird’s Geld halt real… solange Du es nicht anpackst. Aber ja… das können nicht alle gut aushalten. Also lieber auf Nummer sicher, wenn Du weißt, dass das nix für Dich ist.
Also was machst Du dann lieber?
Schritt 1: Der Cash-Puffer
Bevor überhaupt irgendwas investiert wird, brauchst Du ein Polster, das ausschließlich für den Notfall da ist. Drei bis sechs Monatsausgaben, auf einem Tagesgeldkonto, fertig. (Ja, wirklich – nicht mehr, nicht weniger.) Das ist Deine Sicherheit. Die bleibt unantastbar.
Schritt 2: Der ETF-Sparplan als sanfter Einstieg
Und erst danach kommt das Investieren ins Spiel – am besten mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan. Kleine, regelmäßige Beträge, sagen wir 50 oder 100 Euro im Monat, langfristig angelegt, über 20, 30 Jahre. Das ist kein Casino. Das ist mehr oder weniger das Gegenteil von Risiko-Zocken.
Historisch gesehen erzielen breit gestreute ETFs über lange Zeiträume im Schnitt rund 7% Rendite pro Jahr. Klingt erstmal ziemlich bescheiden, aber über 30 Jahre wird daraus – dank Zinseszins – VIIIIEL mehr, als Du denkst.
Und das Beste: Dein Cash-Puffer bleibt Deine Sicherheit. Der ETF-Sparplan läuft parallel fast wie am Schnürchen im Hintergrund. Also, halten wir mal kurz inne: Sicherheit UND Rendite – ja klar, das geht und ist absolut kein Widerspruch.
Und wer was anderes sagt, ist vielleicht selbst eher uninformiert?
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Sicherheit und Investieren geht also? Ja, ja und ja: Fazit
✗ 61% der Frauen priorisieren Sicherheit über Rendite – das ist kein Fehler, sondern ein Risikoprofil
✗ Nur 29% der Frauen investieren in Wertpapiere, bei Männern sind es 49%
✗ Die häufigsten Gründe fürs Zögern: zu wenig Wissen, zu wenig Geld (je 35%)
✗ Wir sparen zwar häufiger als früher, aber in kleineren Beträgen
✗ Ein Cash-Puffer plus ein ETF-Sparplan verbinden Sicherheit und Vermögensaufbau – ohne dass Du Dein Risikoprofil verraten musst
Es geht hier also nicht um irgendeinen Mut, den Du Dir antrainieren musst, um erfolgreich zu investieren. Nee, jede ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen – wie bei allen anderen Dingen im Leben halt auch.
Wenn’s nicht Dein Ding ist auf die Zugspitze zu steigen und von oben ins Tal zu schauen, sondern lieber bei einer kleinen Wanderung durch den Schwarzwald die Natur zu genießen, sollte Dich auch keiner dazu zwingen, oder? Hauptsache draußen und frische Luft – aber halt nach Deinem Geschmack.
Du musst nur wissen, wie Du Deine Vorsicht klug für Dich arbeiten lässt.
FAQ
Ist es schlecht, wenn ich Sicherheit über Rendite stelle? Nein. Das ist ein legitimes Risikoprofil, kein Defizit. Wichtig ist, dass Du trotzdem anfängst – auch mit kleinen, sicheren Schritten.
Wie viel sollte ich als Cash-Puffer zurücklegen, bevor ich investiere? Drei bis sechs Monatsausgaben auf einem separaten Tagesgeldkonto. Alles darüber hinaus kann langfristig arbeiten gehen.
Reichen 50 Euro im Monat wirklich für einen ETF-Sparplan? Ja, absolut. Wichtiger als die Höhe ist die Regelmäßigkeit – und dass Du überhaupt anfängst. Der Rest kommt mit der Zeit.
Christina hat übrigens genauso angefangen: kein großer Plan mit irgendeinem Risiko-Marathon, einfach ein Cash-Puffer und ein kleiner Sparplan nebenher. Pünktlich wie die Maler, jeden Monat, ohne groß nachzudenken.
Wenn Du das Gefühl hast, Du bräuchtest nur jemanden, der Dir die ersten Schritte einmal in Ruhe zeigt – ganz ohne Verkaufsdruck – dann schau Dir gerne unsere English Investment Academy an. Da bauen wir genau das gemeinsam auf: Wissen, Sicherheit und einen Plan, der zu Dir passt. → (LINK)