Equal Pay Day: Warum Du als Frau buchstäblich fürs gleiche Geld mehr arbeitest – und was wir heute und hier tun können

Equal Pay Day

Inhaltsverzeichnis

Also… stell Dir mal kurz vor, Du sitzt mit Deinen Kollegi*nnen, nennen wir sie mal Steffi und Kai-Uwe,  beim Mittagessen.

 

Ihr macht denselben Job, habt denselben Abschluss, seid ungefähr gleich lang dabei. Heute quatscht Ihr über den nervigen Meeting-Marathon vom Vormittag, teilt Euch vielleicht sogar die Pommes – denn “sharing is caring”, oder 🍟?

 

Ja, sollte man in einem Team meinen. Aber dann gibt’s doch was Unfaires. Am Ende des Monats landet sowohl auf Deinem als auch auf Steffis Konto weniger als auf Kai-Uwes. 

 

Klingt jetzt eigentlich irgendwie absurd, oder? (Und ja – 🤯 – das ist es ja auch! Warum wird dann nicht auch das Geld gerecht “geshared”?)

 

Ist aber halt so. Das hat der Kai-Uwe auch nicht in dem Sinne selbst zu verantworten. “So ist halt derzeit unser “System”. 

 

Laut werden kann man da trotzdem – und sollte man. Und genau dafür gibt’s den Equal Pay Day – in diesem Jahr am 27. Februar. 

 

Was soll das jetzt für ein Tag  sein?

 

Das ist genau der Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland so lange “nachgearbeitet” haben (Pause… damit Du kurz nachdenken kannst…)

 

dass sie endlich so viel verdient haben wie Männer (noch mal Päuschen…)

 

 – die das schon seit dem 1. Januar hatten. (Jap… das muss man erst mal verdauen…)

 

Anders gesagt: Bis dahin arbeiten wir statistisch gesehen UMSONST.

 

Wir arbeiten 58 Tage im Jahr umsonst. 

 

Fast zwei Monate. Einfach so. 🫠 (Aber wir haben ja Gleichberechtigung, ne 😀)

 

Puh, ich weiß, dass das so ein Fakt ist, bei dem man erstmal schluckt und dann irgendwie weitermacht. Oder vielleicht halt auch denkt: “Bei mir ist das bestimmt nicht so schlimm.”

 

Aber genau das möchte ich heute mit Dir zusammen ein bisschen auseinandernehmen. Nicht dramatisch, nicht, damit Du in Panik verfällst  – sondern einfach mal ganz ehrlich.

 

Ich kenne das aus meiner Arbeit bei fin:marie – wir Frauen wissen das zwar, aber wir hinterfragen diese finanzielle Ungleichheit immer noch nicht genug.

 

(Man wird ja auch genügend “gegaslighted” von Leuten, die einem erzählen, dass wir eigentlich jetzt alle gleichgestellt sind 🔦.)

 

Ich find’ wirklich, dass Du wissen solltest, was das konkret für Dein Leben bedeutet, wenn wir Frauen typischerweise so lange “umsonst” arbeiten. Und naja, was wir, ohne (!) dass ich Dir Stress machen will, jetzt eigentlich dagegen tun können. 

 

Also – kurz mal strecken und durchatmen. Legen wir los. ☕

 

Erstmal: Was ist der Gender Pay Gap denn jetzt eigentlich wirklich?

 

Den Begriff “Gender Pay Gap” hast Du wahrscheinlich auf dem Schirm ☂️. 

 

Und Du hast vielleicht auch schon mal die Gegenfrage gehört – z.B. beim Abendessen, vielleicht von einem Kollegen in der Kantine:

 

“Aber das liegt doch nur daran, dass Frauen halt in schlechter bezahlten Berufen arbeiten, oder?”

 

Kurze Antwort: Ein bisschen schon, das ist auch das was man “strukturelle Diskriminierung“ nennt. Aber das ist halt bei Weitem nicht die ganze Wahrheit.

 

“roher Gap” vs. “bereinigter Gap”

 

Es gibt nämlich zwei verschiedene Arten, das zu messen. Da ist zum einen der “rohe” Gap – der vergleicht einfach alle Frauen mit allen Männern, quer durch alle Berufe. Also, ziemlich allgemein.

 

Der liegt in Deutschland aktuell bei rund 16 Prozent. Das ist der Wert, den Du zum Equal Pay Day überall liest.

 

Najaaaa… und dann gibt’s noch den “bereinigten” Gap – also wenn man wirklich nur Frauen und Männer miteinander vergleicht, die denselben Job machen, dieselbe Erfahrung haben, dieselben Stunden arbeiten.

 

Und auch der liegt noch bei rund 6 Prozent.

 

Sieben Prozent. Für dieselbe Arbeit. Einfach so. #JustLikeThat

 

Der “Bonus Track”: Wir Frauen arbeiten mehr in Care-Arbeit und “caren” oft auch daheim mehr

 

Und jetzt kommt der Teil, der superreal ist und bei dem man nicht direkt den Gehaltscheck von gleich vielen Frauen mit gleich vielen Männern angucken kann und direkt sieht:

 

“Ach, da stehen 3.000 Euro netto und, huch,  da für die gleiche Arbeit 3.500 Euro.”

 

Frauen arbeiten prozentual viel häufiger in schlecht bezahlten Berufen – ja, wirklich, in ganzen Berufszweigen. Da kann man nicht einfach mal so Vergleiche ziehen.

 

Warum tun sie das eigentlich? Weil sie das so wollen? Weil sie halt schlechtere Abschlüsse haben? 

 

Kannst Du Dir schon denken – Nope. Sondern weil Berufe, in denen traditionell viele Frauen arbeiten – Pflege, Kita, Soziales – gesellschaftlich einfach weniger wert zu sein scheinen.

Ist das alles nicht einfach… extrem frech?! 

 

Man kümmert sich ja schließlich gerade oft um andere Leute, damit die direkten Angehörigen ein etwas einfacheres Leben haben. 

 

Also eigentlich sollte doch für Care-Berufe eh mehr Geld locker gemacht werden?

 

Na ja… und dann gibt es noch die Gesundheitsberufe, die eigentlich gut bezahlt werden, da man eine supergroße Verantwortung trägt. Aaaaber halt Männer viel mehr verdienen als Frauen. Eines der Beispiele mit dem größten Gender Pay Gap ist der Beruf “Ärztin / Arzt” – nämlich laut Umfrage durchschnittlich bei satten 21 (!!!) Prozent.

 

Und naja, das zweite Ding:

 

Wie Du wahrscheinlich aus eigener Erfahrung kennst – wie ich natürlich selbst kenne: Weil Frauen nach wie vor den größten Teil der unbezahlten Arbeit zu Hause übernehmen. 

 

Wir sind halt oft diejenigen, die den Kindern “schnell mal was zu essen macht“, wenn sie von der Schule heimkommen. Und dann gleichzeitig noch dafür sorgst, dass es zu Hause nach dem Spielen nicht wie bei den Hempels unterm Sofa aussieht.

 

(Ja, es gibt heute auch mehr Männer, die zu Hause herumwirbeln, und das ist auch cool – aber eben nicht ausgeglichen.)

 

Dann ruft vielleicht noch Deine Mum an und bittet Dich darum, sie zu einer wichtigen Untersuchung zu begleiten. Ja… das ist Realität und ja, wir machen das alles ja auch gerne (wir haben unsere Family ja schließlich lieb 🥰).

 

Aaaaber – all diese ‘menschlichen’ Verpflichtungen ‘drücken’ viele von in Teilzeit. Und Teilzeit bedeutet – Du weißt schon – nicht nur in dem Moment weniger Gehalt, sondern auch langfristig weniger Rente, weniger Vermögen etc. pp.

 

Das ist halt kein Zufall. Das ist ein System. Und das System kennen wir jetzt – also können wir auch klug damit umgehen. 💪

 

Was das konkret für Dein Leben bedeutet – und warum es eben nicht nur ums Gehalt geht

 

Okay, Du denkst jetzt vielleicht: “Ich verdiene doch eigentlich ganz okay, der Gap betrifft mich wahrscheinlich gar nicht so direkt.”

 

Vielleicht. Aber – und das ist halt das Gemeine – der Gender Pay Gap hört beim Monatsgehalt nicht auf. Er zieht sich durch Dein gesamtes Finanzleben. Wie so ein kleiner Riss in einer Tasse, den Du erst siehst, wenn sie schon läuft.

 

Weniger Gehalt → weniger Sparrate 

Wenn Du weniger verdienst, bleibt am Ende des Monats weniger übrig, das Du anlegen könntest. Klingt erst mal banal, aber über Jahrzehnte hinweg summiert sich das zu einem echten Problem.

 

Teilzeit → Rentenlücke

Frauen haben aus all diesen Faktoren heraus im Alter im Schnitt 30 bis 50 Prozent weniger Rente (überleg mal, so krass!?) als Männer. 

Das ist nicht irgendwie eine kleine Lücke – das ist ein Graben – ja, ein ganzer Burg(!)-Graben. 

 

Weniger investiert → weniger Vermögen

Frauen investieren statistisch weniger als Männer. Und der Zinseszins arbeitet halt nur für die, die ihm die Chance dazu geben. 

 

Also, quasi, wie wenn Du einen Schneeball den Berg runterwirfst – der wird von alleine größer, je länger er rollt. Aber halt nur, wenn Du ihn erstmal losgelassen hast. Und genau deswegen ist “gar nix tun” das eigentliche Problem.

Der absolut entscheidende Punkt ist – Du kannst natürlich heute anfangen, das zu ändern. Nicht das System von heute auf morgen – leider nicht. Aber Deine eigene Situation. Und das ist, ehrlich gesagt, schon ziemlich viel. 🙌

 

Wie Du dem “Gender Pay Gap” den Kampf ansagst – in drei wirklich machbaren Schritten

 

Uns sind leider immer noch oft die Hände gebunden, wenn es um unser System geht. 

 

Will heißen – ja, Frauen werden einfach finanziell immer noch benachteiligt. Super unfair. 

 

Gerade deshalb ist’s wichtig, dass wir auf uns selbst aufpassen – und na ja, auch ein bisschen aufeinander. Das ist der Grund, warum ich wirklich WILL, dass Du finanziell so eigenständig wirst wie möglich.

 

Schritt 1: Schau Dir mal an, was gerade so läuft bei Dir

 

Ich weiß, das klingt erstmal so richtig unaufregend. “Ja, Budgetieren. Danke. Und tschüss.” 😄 

 

Nee, nee – Moment. Das ist wirklich der allererste Step, bevor Du überhaupt ans richtige Geldanlegen denken kannst. 

 

Ich mein’ das wirklich ernst – in dem Fall macht’s null Sinn, das Pferd von hinten aufzusäumen, wenn Du noch nicht mal einen groben Überblick über Deine Finanzen hast und sonst vielleicht in irgendeinen (sorry) Quatsch investierst. 

 

Ich will jetzt nicht, dass Du Dir eine komische Excel-Tabelle mit ChatGPT programmierst, weil Du nicht aus dem Stegreif weißt, wie man einen ordentlichen Plan aufstellt. Zum Glück gibt’s dafür jetzt schickere Tools. 

 

Dazu gleich mehr. 

 

Warum ist das jetzt nicht der langweiligste Finanz-Tipp auf Erden?

 

Denk mal so, Du machst sowas automatisch in anderen Lebensbereichen und da funktioniert’s ja auch wunderbar:

 

Abwägen, was Du hast und was Du damit anstellen kannst. 

 

Wenn Du in den Urlaub fährst und Dir ein Auto mietest, weißt Du ja auch vorher ungefähr, wie viel Budget Du hast und was Du brauchst. Du schaust Dir die Optionen an, überlegst, was Sinn macht – und buchst dann das, was zu Dir passt.

 

Es ist vielleicht nicht immer genau hundertprozentig das, was Du Dir vorgestellt hast, aber es gibt das “Joa-passt schon“, das Dich ans Ziel bringt. 

 

Du buchst ja nicht einfach einen Smart, wenn Du genau weißt, dass es in Marokko durch die Wüste geht 😀 – stell Dir das mal vor?

Selbst wenn’s jetzt die günstigste Option ist. 

 

Beim Geldanlegen ist das jetzt eigentlich genauso. 

 

Du musst wissen, was da reintröpfelt (oder im besten Fall natürlich wie ein Wasserfall reinfließt) und was rausgeht, bevor Du weißt, wie Du an Dein Ziel kommst.

 

(Wir erinnern uns: Dem “Pay-Gap“ langfristig mit Investieren den Kampf ansagen).

 

Das findest Du mit dem ach so uncoolen “Budgetieren“ heraus.

 

Du musst jetzt nicht perfekt jede einzelne Zahl aufschreiben und auch überhaupt nicht auf den Cent genau – aber so ungefähr halt “Pi mal Daumen“.

 

So, hab ich Dich überzeugt 😀? 

 

Also, jetzt blockst Du Dir einen ruhigen Sonntagvormittag. Oder halt drei Abende à 30 Minuten, wenn Du eher eine Nachteule bist.

 

Schick die Kids raus, guck nicht in WhatsApp, mach Dir einen Kaffee, such Dir ne Ambient-Playlist raus, oder was Du halt brauchst, um Dich zu konzentrieren.  Und dann schaust Du Dir Deine Kontoauszüge der letzten drei Monate an. Was fällt Dir auf? 

 

Wenn Du Deine Zahlen schwarz auf weiß siehst, hast Du auf einmal einen viel besseren Durchblick – von mir aus auch die roten – das ist auch kein Weltuntergang – geht ja erst mal um “Klarwerden“.

 

So, jetzt noch mal an diese neuen “sexy Tools”, von denen ich vorhin gesprochen habe.

 

Wenn Du wissen willst, wo Du diese Zahlen easy eintragen kannst, dann gibt’s bei uns z.B. das  fin:marie Smartsheet.

 

Das oder auch andere ähnliche Tools helfen Dir z.B., Dein Geldthema strukturiert anzugehen, ohne dass Du groß überlegen musst. Füll’s einfach aus, dann kriegst Du einen sauberen Überblick, fertig. Kein Hexenwerk – und absolut auch nix nur für Finanz-Nerds.

 

Du kannst die Lücke, die der Gender Pay Gap in Dein Leben reißt, halt nur dann wirklich angehen, wenn Du erstmal weißt, wie sie bei Dir aussieht. Und dann ggf. (und hoffentlich) investieren. 

 

Oder alternativ gar nix tun – aber das wäre halt schade. 

 

Wir wollen ja, dass Du finanziell gesund unterwegs bist – ja, so fit wie ein Turnschuh 👟.

 

Das hängt aber dann damit zusammen, dass Du Verantwortung für Dein Geld übernimmst. Naja, und die kannst Du nicht übernehmen, wenn Du nicht weißt, was da Sache ist. 

 

Schritt 2: Kenn Deinen Wert – und sag ihn auch laut

 

Okay. Jetzt wird’s kurz ein bisschen unbequem, aber ich bin lieber ehrlich als nett.

 

Weißt Du, was Studien immer wieder zeigen? Frauen verhandeln seltener über ihr Gehalt als Männer. Und wenn, dann fordern sie im Schnitt weniger. Vielleicht kennst Du das aus Deinem eigenen Leben – ich kenn’s jedenfalls aus meinem.

 

Warum ist das so? Weil wir konditioniert wurden, bescheiden zu sein. Weil wir förmlich Angst davor haben, als “schwierig” zu gelten. Und naja, weil wir irgendwie denken: “Wenn ich gut genug bin, wird’s schon irgendwann anerkannt. Das sehen die schon.”

 

Wird’s aber oft nicht. Leider.

Männer haben halt in solchen Situationen eher gelernt, lauter zu sein als wir – einzufordern, was ihnen (manchmal auch vermeintlich) zusteht.

 

Aber naja, überleg mal, Du gehst zum Arzt (ein Bsp., das wir ja alle irgendwie kennen) – Du hast seit Wochen Rückenschmerzen, es wird schlimmer, aber Du sagst beim Termin irgendwie nichts davon, weil Du Deinen Arzt nicht nerven willst. Du nimmst die Standard-Tabletten, gehst nach Hause und hoffst, dass es von alleine besser wird.

 

Klingt ein bisschen albern, oder? Aber hey, das ist gar nicht so viel anders. Beim Arzt würdest Du sehr wahrscheinlich eher sagen, wo der Schuh drückt. 

 

Oder der Rücken zwickt. Warum sagst Du dann nicht einfach auch, wenn’s Konto aus dem letzten Löchlein pfeift? 

 

Oder Du musst ja nicht von krassen finanziellen Problemen ausgehen: Ganz einfach –  völlig legitim – Du siehst, dass Deine Arbeit schon mehr wert ist als das, was Dir da monatlich ausgezahlt wird?

 

Kai-Uwe macht’s auch – der geht zum Boss und sagt: “Hier, ich arbeite seit 2 Jahren bei euch, mach’ manchmal Überstunden, und mit mir habt ihr diese und jene Zahlen letztes Jahr erreicht.”

Dein Mini-To-Do: Bereite Dich auf die Gehaltsverhandlung vor, werd’ zum Verkäufer in eigener Sache

 

Komm nicht mit leeren Händen:

  • Überlege, wie Kai-Uwe auch, welche tollen Erfolge Du vorweisen kannst, die durch Deine super Arbeit fürs ganze Team erreicht wurden. 
  • Schau Dir an, was andere in Deiner Branche und mit Deiner Erfahrung verdienen. 
  • Sag den Chefs, wie lange Du schon dort arbeitest, wie Du dich seitdem entwickelt hast und ja, dass sie auch “safe” von Dir und Deinen Skills profitieren – mehr als wenn sie einfach jemanden anderen einstellen.

 

Und dann – tief Luft holen – klopf an die Tür mit der Aufschrift “CEO” (oder schick’ ne hübsche E-Mail mit nem Zoom-Call-Link an die Chefin) und sprich es an.

 

Ja, es ist unangenehm und kostet vielleicht kurz Überwindung.  Aber jeder Euro mehr, den Du jetzt verdienst, ist ein Euro, den Du anlegen kannst. Und das macht halt über die Jahre einen echten Unterschied. #EinfachFragen 💸

 

Und Moment noch: Inflationsausgleich ist keine echte Gehaltserhöhung, auch wenn dir das so ein paar ausgefuchste Schlaumeier gerne verkaufen wollen 🫣.

 

Schritt 3: Lass Dein Geld für Dich arbeiten – nicht andersrum

Und jetzt kommt der Teil, bei dem ich persönlich so richtig warm werde.

Weil das halt der ist, bei dem Du wirklich was verändern kannst – unabhängig davon, ob das System sich heute oder erst in zehn Jahren ändert.

 

Lass mich Dir das mal so erklären:

Du weißt doch, wie das ist, wenn Du abends auf dem Sofa sitzt, eigentlich noch was lesen wolltest – aber dann doch irgendwie bei Netflix gelandet bist. Und am nächsten Morgen denkst Du: “Mist, schon wieder. Eigentlich wäre das Buch bestimmt schöner gewesen.”

 

Nix Dramatisches, wenn Du abends zum Berieseln in die Kiste schaust (no shame, als würde ich das nicht tun 😇), aber Du weißt, dass Du es irgendwann mal anfangen musst, wenn Du es überhaupt lesen willst.

 

Mit dem Investieren ist das jetzt eigentlich genauso. Jeder Tag, an dem Du wartest, ist ein Tag, an dem Dein Geld halt einfach so rumliegt und nix tut.

 

(Das ist dann schlimmer als wenn du selbst faul abends auf der Couch liegst: Du hast’s sehr wahrscheinlich verdient, Dein Geld nicht 😀.)

 

Aber gar nix mit dem Geld zu tun ist – das klingt paradox, aber es stimmt – das Risikanteste, was Du machen kannst.

 

Machen wir mal ne banale Rechnung: Angenommen, Du verdienst monatlich 250 Euro weniger als Dein männlicher Kollege – was dem Gap ungefähr entspricht. Über 30 Jahre? Das sind 90.000 Euro. Die einfach fehlen.

 

Jetzt das Gegenszenario: Du legst jeden Monat 100 Euro an – in einen einfachen ETF-Sparplan mit einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent. Nach 30 Jahren? Über 120.000 Euro. Nicht weil Du reich bist oder ein Finanz-Genie. Sondern weil Du irgendwann mal angefangen hast.

 

 

Das ist der Zinseszins-Effekt; erinnere Dich an den Schneeball, der runterrollt  – und der ist, kein Witz, Dein treuester Verbündeter gerade. 🚀 

 

Wie Du anfängst, den Zinseszins für Dich finanziell zu nutzen:

Richte einen automatischen Sparplan ein, der direkt nach Deinem Gehaltseingang abgebucht wird. Dann musst Du gar nicht dran denken – das Geld ist weg und arbeitet leise im Hintergrund.

 

So wie der Kühlschrank nachts läuft, ohne dass Du irgendwas dafür tust. So schön könnt’s auch mit Deinem Geld laufen. 

 

Denkst Du jetzt: Für einen Sparplan muss ich reich sein?

 

Spoiler: Nee, ganz und gar nicht.

 

25 Euro im Monat? Gut. 50? Noch besser. Aber selbst 10 Euro sind besser als nix. Wirklich. Der Mythos, dass man erst “genug” haben muss, bevor man anfängt – das ist halt Quatsch, den wir uns irgendwann mal eingeredet haben. 😄

 

Das Unbequeme: Was wir uns selbst eingestehen müssen

 

So, es ist natürlich unbequem, aber lieber ehrlich mit sich selbst sein als sich selbst dauernd zu gaslighten. Das machen schon genug andere 😅.

 

Der Equal Pay Day macht zu Recht auf echte, strukturelle Ungleichheit aufmerksam

 

Das ist wichtig, das ist richtig, und ja – das System muss sich ändern. Mehr Lohntransparenz, bessere Kinderbetreuung, gleiche Chancen. Alles überfällig.

 

Aber.

 

Während wir auf Veränderungen warten, dürfen wir nicht aufhören, selbst aktiv zu werden und uns gegenseitig unter die Arme zu greifen. Weil das Warten uns im Zweifelsfall teurer kommt als alles andere.

 

“Lass uns raus aus der Wartehalle des Lebens. Lass da anpacken, wo es konkret geht.”

 

Ich kenn’ das aus meiner Arbeit bei fin:marie: Oft ist es nicht fehlendes Geld, das Frauen vom Investieren abhält. Oft ist es halt einfach fehlendes Zutrauen. Dieses Gefühl: “Ich kenn’ mich damit nicht aus.” “Das ist nichts für mich.” “Das machen doch nur die Finanz-Nerds da.”

 

Und Du weißt schon – das kann ich total nachvollziehen. Das hab ich selbst auch mal gedacht. Aber es stimmt halt nicht.

 

Stell Dir vor, Du stehst in einer Bäckerei. Du siehst fünf verschiedene Brotsorten. Du kennst nicht jede davon – aber Du weißt, was Du magst, Du fragst kurz nach, und Du kaufst dann das, was passt. Du läufst ja nicht einfach weg und sagst: “Nee, ich kenn mich mit Brot nicht aus, ich lass das lieber.” Du kaufst halt Brot. Weil Du Hunger hast und es ganz normal ist, kurz nachzufragen, wenn Du’s nicht weißt.

 

Geldanlegen ist natürlich ein bisschen komplexer als Brot kaufen – aber das Prinzip ist dasselbe. Du musst nicht alles wissen. Du musst nur anfangen und Dir Hilfe holen, wo Du sie brauchst. 💪

 

Du bist nicht allein – und Du musst nicht von Null mit dem Thema Geld anfangen. Fang einfach an.

 

So, trink noch mal einen Schluck von Deinem Kaffee 🙂.

 

Das ist vielleicht das Wichtigste, was ich Dir heute mitgeben möchte.

 

So viele Frauen stehen genau da, wo Du gerade stehst. 

 

Die fragen sich: “Wo fang ich jetzt eigentlich an?” “Muss ich reich sein zum Investieren?” “Darf ich überhaupt reich sein, oder ist das nicht eher was für andere?” “Sollte ich nicht lieber den Experten an die Sache ranlassen?”

 

Das sind keine aus der Luft gegriffenen Fragen. Die gibt’s und die gibt’s, weil uns so ein Quatsch viele, viele Jahre eingetrichtert wurde. 

 

Aber weißt Du noch was? Die Fragen zu stellen ist schon der erste Schritt. Wirklich – das zeigt, dass Du Dir Gedanken machst. 

 

In der fin:marie Investment Academy siehst Du, dass jede irgendwo mal klein angefangen hat. Mit wenig Wissen, vielleicht mit wenig Geld – aber mit dem Entschluss, jetzt eigentlich mal loszulegen. Und dieser Entschluss hat sich für jede einzelne von denen ausgezahlt. Nicht über Nacht. Aber Schritt für Schritt.

 

#GemeinsamStärker – das ist halt wirklich kein leeres Wort.  Das ist ein Zeichen für die Community und die braucht’s, wenn wir endlich was am Gender Pay Gap ändern wollen. 🤝

 

Der Equal Pay Day:  Unser bester Freund, wenn er uns ins Handeln bringt

 

Mein Vorschlag: Der Equal Pay Day ist kein Tag zum Ärgern. Und auch keiner zum Resignieren. Nee – Er ist ein Tag zum Hinschauen – und dann zum Machen. 

 

Also, was nimmst Du heute mit? 

  • Der Gender Pay Gap ist real – und er betrifft nicht nur Dein Gehalt, sondern Deine gesamte finanzielle Zukunft. Rente, Vermögen, Sicherheit. Das hängt alles zusammen.
  • Aber (!) Du kannst die Lücke selbst verkleinern – durch Budgetieren. Das fin:marie Smartsheet hilft Dir dabei, ohne dass Du irgendwas Kompliziertes brauchst
  • Sei mal so laut wie Kai-Uwe: Verhandle Dein Gehalt, das ist Dein gutes Recht.
  • Und zu guter Letzt: Kluges Investieren, das leise im Hintergrund für Dich läuft, schafft auf Dauer mehr finanzielle Freiheit – und Gesundheit!

 

Du musst nicht reich sein, um anzufangen. Du musst nicht alles wissen. Du musst halt einfach mal anfangen. Und dann… wer weiß… wirst Du vielleicht sogar reich… 🙂 Ohne Investieren halt sehr wahrscheinlich nicht. 

 

Der Equal Pay Day erinnert uns (leider, noch) jedes Jahr daran, dass wir als Frauen hintendran sind. Und das Einzige, worauf ich persönlich keine Lust mehr habe, ist hintendran sein. Du auch nicht – stimmt’s? 😊 Machen wir ihn doch zum “Hintern hochkriegen, jetzt“-Tag. Womit startest Du ab hier los?

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