Bestimmt bist Du gespannt, was genau wir bei fin:marie für die größten Mythen halten?
Ok, dann legen wir gleich mal los:
Der schlimmste Geld-Mythos über und hinter allem: “Ich muss erst mal ordentlich was verdienen, bevor ich Geld anlegen kann.”
Ach ja, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe… ‘zigmal – das kannst Du Dir vielleicht eh schon denken. Meistens natürlich in meinen 1-on-1-Coachings bei fin:marie – oft aber auch, wenn ich einfach im Café sitze und ein paar Gespräche nebendran mithöre.
Und naja, wir wissen ja: “Schlimmer geht’s immer“ – manchmal wird sowas sogar in professionellen Magazinen gesagt. Das finde ich dann echt furchtbar.
Du merkst wahrscheinlich schon: “I am not a fan.”
Aber versteh’ mich nicht falsch – ich kann das total nachvollziehen, wenn Du auch denkst: “Ein paar 10.000 auf dem Konto muss man schon haben, bevor man richtig investieren kann.” So oder so ähnlich wird uns das ja auch eingetrichtert.
Und jap – genau das dachte ich früher auch und jetzt bin ich Finanzexpertin 😀.
Deshalb kann ich sagen: Dieser Mythos hält sich hartnäckig, vor allem auch in Deutschland und Frauen gegenüber.
Das Blöde ist dann nur, dass uns solche Mythen vom Geldanlegen abhalten und wir einfach zu lange warten, bis wir endlich mal was machen.
Und – ooops – dann sind wir immer noch nicht reich, sondern vielleicht sogar das Gegenteil.
Denn um auf dieses “Du musst super viel auf der hohen Kante haben, um zu investieren” zurückzukommen: Nee, eben nicht, sondern halt umgekehrt.
Du musst investieren, um “reich“ zu werden. Da komme ich später noch mal ganz ausführlich dazu.
Durch meine Erfahrung mit fin:marie weiß ich, dass es super viele Mythen gibt, die manchmal völlig absurd sind, aber uns Frauen wirklich davon abhalten, Geld anzulegen.
Spoiler-Alter: Diese Mythen sind ganz schön hartnäckig, aber oft auch ganz schön falsch.
Wir gucken uns das jetzt mal genauer an. Nicht mit erhobenem Zeigefinger – es geht mir ja nicht darum, Salz in die Wunde zu streuen.
Ich will, dass Du genau weißt, was für ein Quatsch manchmal verbreitet wird, damit Du unterscheiden kannst zwischen: “Darauf muss ich wirklich beim Thema Geld achten” und “Das ist Blödsinn”.
Also schnapp Dir am besten einen Kaffee und dann legen wir los 🙂.
Mythos #1: “Ich bin verheiratet und in einer vertrauensvollen Beziehung – also bin ich abgesicherter”
Falsch.
Jap, ein echter Klassiker. “Mein Partner kümmert sich drum” oder “Wir sind verheiratet, da ist doch alles geregelt.”
Klingt ja auch erstmal logisch, oder? Ihr seid ja ein Team und plant gemeinsam, dann kauft Ihr Eure hübsche Maisonette-Wohnung mit Garten, in dem Ihr Eure zukünftigen Kids spielen sehen wollt.
Oder vielleicht habt Ihr ein gemeinsames Konto, auf das jeder brav seinen Teil einzahlt. Wenn’s brennt, stehst Du halt nicht allein da – oder vielleicht doch?
Ich bin eine Person, die klare Worte mag, denn eine “Romcom“ findet halt im echten Leben normalerweise nicht statt.
Warum ist das falsch?
Selbst wenn Ihr verheiratet seid oder halt eine langjährige Partnerschaft habt, ist das keine Lebensversicherung. Punkt. Das heißt nicht, dass Du Deinem Partner nicht vertrauen kannst oder sollst.
Es heißt ganz einfach: Blind zu vertrauen und sich gar nicht auszukennen sind zwei extrem schwierige Szenarien, wenn’s ums Geld geht.
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Was passiert, wenn die Beziehung nicht hält
Die Realität ist halt eher unromantisch. Die Scheidungsraten in Deutschland liegen bei knapp 40 Prozent. Das bedeutet: Fast jede zweite Ehe wird geschieden.
Und selbst wenn Deine Beziehung super läuft – was ich Dir von Herzen wünsche –, kann das Leben an sich auch anders kommen.
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Was, wenn Du nicht mehr arbeiten kannst?
Man hat einen fiesen Ski-Unfall und fällt vielleicht etwas länger aus. Nach Deiner Lohnfortzahlung bekommst Du dann erst mal Krankengeld, was ja schon mal echt unter Deinem Gehalt liegen kann. Deine Miete, Verträge etc. – alles läuft aber weiter wie gehabt… Da kann’s bei Dir schon mal zu finanziellen Engpässen kommen, und Du bist automatisch stärker von Deinem Partner abhängig.
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Wenn Dein Partner leider von Dir geht
Unschönes Thema Nummer zwei: Auch Tod gehört zum Leben dazu. Wenn Dein Partner vor Dir stirbt und Du null Ahnung von Eurem Geld hast, weißt vielleicht gar nicht, wo Du anfangen sollst.
Und dann geht’s los:
Soll ich meine Rücklagen auflösen oder lieber nicht? Oder vielleicht meinen Sparplan ummodeln, und wenn ja, wie überhaupt? Was mach ich denn mit den Schulden, von denen ich vorm Tod meines Mannes gar nix wusste?
In jedem Fall – finanzielle Entscheidungen unter Druck und Stress treffen zu müssen ist nie gut.
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Teilzeit arbeiten – und später weniger Rente
Ja, und was echt ganz viele von uns betrifft: Du hast jahrelang in Teilzeit gearbeitet – wahrscheinlich direkt nach dem ersten Kind.
Weil, das wissen wir alle, Kinderbetreuung immer noch wie selbstverständlich ein Frauenthema ist.
Klaro, Kinder sind das Beste auf der Welt (ich bin ja selbst Mama von drei Kids ❤️ ) – nur wenn Du halt in der Zeit nicht oder weniger arbeitest, spürst Du das richtig krass bei der Rente.
Der Staat sieht halt dann nur das: Du hast weniger eingezahlt, also gibt’s auch weniger Rente → Da haben wir sie, die berühmte Rentenlücke.
(was de facto der nächste Quatsch ist, da Du sogar oft doppelt so viel ranmusst wie der Durchschnittsmann 😅 – Teilzeitjob UND Hauptverantwortliche daheim bei den Kids… die klassische Doppelbelastung)
Dein To-Do
So, es gibt jetzt mehrere Dinge, die Du eigentlich sofort unternehmen kannst, um deine finanzielle Gesundheit in die Hand zu nehmen, ja, um einfach freier und unabhängiger zu werden.
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Fang an, miteinander entspannt (!) über Euer Geld und Eure Pläne zu sprechen.
Setz Dich am Wochenende nach einem Brunch hin und pack das Thema direkt auf den Tisch. Dann wird’s vielleicht weniger ernst, wenn Ihr beide noch die Brösel vom Croissant im Gesicht habt.
Versucht z.B. mal ganz offen darüber zu reden: Wo sind Eure Konten, welche Geldanlagen habt Ihr oder gibt’s Schulden, die Ihr abzahlen müsst?
Sobald Ihr das Thema Geld mal ansprecht, wird’s direkt weniger belastend.
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Hab Dein eigenes Konto und Deine eigenen Investments.
Ja, es ist schön, wenn Ihr euch vertraut; das sollt Ihr auch.
Aber mein wirklich gut gemeinter Rat: Behalte Dein eigenes Konto und leg auch das Geld selbst für Dich an. Dadurch hast Du automatisch einen besseren Überblick und naja… es geht nun mal um Deine eigene finanzielle Gesundheit – um Deine Selbstfürsorge.
Du lässt ja auch nicht Deinen Partner für einen Bluttest zum Arzt rennen und denkst dann, dass Ihr jetzt beide okay seid, wenn die Ergebnisse stimmen 🙂?
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Informier Dich über Ehevertrag, Güterstand und Rentenansprüche.
Klingt unsexy (und ist es auch), ist aber mega wichtig – für Euch beide – und ja, halt, auch für Eure Kids, wenn Ihr welche habt.
Eines ist total wichtig zu verstehen – wir reden hier nicht über irgendwas total Abstraktes. Nein, es geht ja auch darum, wie wohl Ihr Euch fühlt – als Paar oder als Family. Das gehört alles zusammen.
Wenn’s Geld geregelt ist, gibt’s nun mal ein Problem weniger und aus meiner Erfahrung heraus steht gerade das früher oder später oft auf der Matte.
Also gaaaanz wichtig: Fang an, zu budgetieren oder selbst Geld anzulegen.
Von mir aus mit kleinen Beträgen, aber fang an, damit Du einfach in Ruhe Dein Leben leben kannst.
Mythos #2: “Ich muss reich sein, um zu investieren und reich sind sowieso die anderen.”
Nee. Falsch. Komplett falsch. Diese Gedanken sind echt tricky und bewirken leider manchmal sogar, dass Du zu lange wartest und dann nicht genug Geld übrig ist. Also, was ist an diesem Mindset der Knackpunkt?
Warum ist das falsch?
Ich bin die Letzte, die jetzt sagt: “Oh, das ist ja total unverständlich, wie können Frauen nur auf so eine Idee kommen?“ Aber lass Dir Folgendes mal auf der Zunge zergehen und präg’ Dir diesen Satz am besten richtig gut ein.
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Du musst nicht reich sein, um zu investieren. Du musst investieren, um reich zu werden.
Der Gedanke ist ja oft: “Wenn ich eh nur 50 Euro im Monat übrig hab, bringt das doch eh nichts.”
Stimmt aber nicht. Ganz im Gegenteil.
Wir haben das einfach nicht anders gelernt – besonders nicht in Deutschland. Da herrscht traditionell fast eine “Spar-Manie“.
Aber mit der “Oma-steckt-ihr-Geld-unter-die-Matratze-Methode“ kommst Du nicht weit.
Also wirklich nir-gend-wo hin.
Denn ja, kaum zu glauben:
Das größte Problem ist, wenn Du absolut nix mit Deinem Geld tust, sondern es einfach rumliegen lässt.
Selbst unoptimal angelegtes Geld arbeitet besser für Dich im Hintergrund.
Und wie Du Dir schon denken kannst, je früher Du anfängst, desto mehr Zeit hat Dein Geld, für Dich zu arbeiten.
Das ist dann der vielbesagte Zinseszins-Effekt – und der klingt zwar ähnlich uncool wie “Rentenlücke“ – ist aber im Effekt echt krass UND kann ganz leicht zu Deinem besten Freund werden.
Der funktioniert so in etwa: Stell Dir vor, Du legst jeden Monat 50 Euro an, über 30 Jahre hinweg, mit einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent.
Am Ende hast Du nicht 18.000 Euro (das wären ja nur 50 Euro × 12 Monate × 30 Jahre), sondern über 60.000 Euro.
Nur weil Dein Geld für Dich gearbeitet hat. Ist doch super, oder? 💸
Also, Zinseszins: Das ist der Unterschied zwischen “Geld haben” und “Geld arbeiten lassen” – und der zahlt sich am Ende des Tages sowas von für Dich aus.
Denn wir erinnern uns: Du musst investieren, um reich zu werden. (oder von mir aus Dein Leben ohne finanzielle Sorgen genießen zu können.)
Und jetzt kommen wir zum nächsten Punkt.
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“Die Reichen – das sind die anderen.” – #Mindset.
Damit fängt der Quatsch eigentlich erst an. Denn seien wir ehrlich: Die meisten von uns haben nie wirklich gelernt, sich selbst in dieser Rolle zu sehen. Wir denken in Stufen:
“Wäre schön, wenn ich einfach gut mit meinem Geld klarkomme.”
“Wäre toll, wenn am Ende des Monats noch was übrig bleibt.”
“Reich werden? Das ist doch was für… andere.”
Aber darf ich Dich kurz was fragen? Reich sein oder werden – darfst Du das eigentlich?
Also überhaupt nicht provokativ – sondern ganz ernst.
Weil ich in meiner Arbeit bei fin:marie immer wieder merke, dass genau hier der Knackpunkt ist. Dieses tief verwurzelte Gefühl, dass “reich werden” irgendwie nicht für uns gedacht ist.
Und solange wir das glauben – passiert auch nichts.
Also, merken wir uns: Ja, Du darfst reich sein und Du musst nicht reich sein, um zu investieren.
Aber irgendwo musst Du natürlich erst mal loslegen ☺️.
Dein To-Do
Also wie? Fang klein an, wenn’s nicht anders geht, und ich meine das ernst: 25 Euro im Monat? Super. 50 Euro? Noch besser.
Aber hey, selbst 10 Euro sind besser als nix. Denn im Ernst:
Nur – gar nix mit Geld zu tun ist das Problem.
Du brauchst kein Vermögen, um anzufangen.
Mein Trick: Mach’s Dir so einfach wie möglich.
Richte ganz simpel einen Dauerauftrag ein, der am Anfang des Monats – am besten direkt nach Deinem Gehaltseingang – automatisch einen festen Betrag abzieht und investiert. Wir haben dafür z.B. ein Tool, mit dem es auch für Anfängerinnen ganz leicht geht. Wenn Du willst, kannst Du Dir hier mal unsere f:m Anlagefreundin angucken.
Du musst null dran denken, sondern kannst getrost Deine Übungen im Pilateskurs machen, nachdem Du den ganzen Tag im Bürostuhl gesessen hast – und oh, wie schön! – Dein Geld arbeitet von allein, ganz leise und im Hintergrund.
Mythos #3: “Ich muss ein Finance-Nerd sein, um investieren zu können”
Nope. Falsch. Totaler Quatsch.
Erinnerst Du Dich auch noch an die (meist Jungs) in der Schule, die schon mit 17 wussten, welche krassen Anlagen ihre Eltern haben und was genau man wo investieren muss, damit da diese und jene Summe rauskommt?
Das klang alles so nach “Mathematik“ damals und wirkte irgendwie so distanziert – für andere. Oder vielleicht auch einfach nur langweilig. Oder wichtigtuerisch. Und ziemlich häufig haben wir dann später mitgekriegt, dass sie (oh Wunder #garnicht) wussten, wovon sie eigentlich reden.
Oft denken wir beim Geldanlegen an Exoten, die irgendwann selbst in Finance gelandet sind und quasi “Geld studiert“ haben. Dieses Denken hängt oft noch in unseren Köpfen.
Aber weißt Du was – es gibt da nicht nur schwarz und weiß: Die Finance-Nerds und die, die keine Ahnung vom Thema haben.
Warum ist das falsch?
Die meisten erfolgreichen Anlegerinnen, die ich kenne, sind weder Finance-Nerds noch haben sie irgendeinen Abschluss, der was damit zu tun hat.
Investieren klingt erstmal nach einem riesigen, komplizierten Thema. Börse, Aktien, ETFs, Rendite, Volatilität – puh, alles Begriffe, bei denen man am liebsten direkt davonlaufen will, stimmt’s?
Da denkt man dann schnell: “Ok, das ist nichts für mich. Lass ich lieber von Experten machen.”
Jetzt nehmen wir das aber mal ganz pragmatisch auseinander:
Du musst doch auch keine KFZ-Mechanikerin sein, um Auto zu fahren, oder?
Oder musst Du vielleicht Köchin sein, um Dir ein leckeres Dinner zu kochen?
(Da sind wir direkt wieder bei Klischees, da ja “gut kochen“ gerade von uns auch ohne Kochausbildung erwartet wird, komisch oder 😀?)
Also, dann musst Du logischerweise auch keine Wirtschaftsexpertin sein, um Dein Geld sinnvoll anzulegen.
Auch wenn Dein Arbeitskollege da etwas anderes denkt und Dir das dringend beim letzten Plausch in der Kantine mitteilen muss – Nein, echt nicht.
Die Grundlagen des Investierens kann wirklich jede lernen. Verstehen lernen, was ein ETF ist (Spoiler: eine Art “Warenkorb mit ausgewählten Aktien), was Diversifikation bedeutet (= nicht alles auf eine Karte setzen) und wie Du langfristig denkst statt kurzfristig zu zocken – das ist alles absolut möglich.
Investieren ist also absolut keine Rocket Science (Notiz an mein und Dein 17-jähriges Ich). Es geht an sich nur um folgende Einstellung:
“Ich mach mich schlau und verstehe die Basics, die ich brauche, um loszulegen. Und ja – da, wo es hilfreich ist, lass ich mich ggf. kompetent (!) unterstützen.”
Dein nächster Schritt
Es gibt da zwei Dinge, die essentiell sind, wenn Du beginnen willst – ohne ein Wirtschaftsstudium hinzulegen 😀
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Nimm Dir Zeit, die Grundlagen zu lernen.
Lies ein paar Artikel, schau Dir Videos an, hör einen Podcast. Es gibt heute so viele gute, verständliche Quellen – auch speziell für Frauen.
Ich hab z.B. mit Friederike Kempter im SWR-Podcast “40+ Nur für Frauen“ sehr persönlich über das Thema Geld gesprochen.
Da geht’s natürlich nicht nur um Frauen um die 40, sondern es gibt hilfreiche Inputs für alle. Also, sowas wie – warum haben wir überhaupt oft weniger Geld als Männer und wie können unsere ersten Schritte aussehen, wenn wir uns mit dem Thema Geld beschäftigen.
Taste Dich irgendwie ans Thema ran und sammle durch verschiedene Formate Infos, die für Dich wichtig sind.
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Wenn Du nicht weiterkommst, hol’ Dir Hilfe
Wenn Du merkst: Ooops, ich hab mich hier verheddert, oder Du weißt nicht so richtig, wo Du anfangen sollst, dann gibt’s Leute, die Dir helfen.
Bei Deiner ersten Spaghetti-Bolo hast Du bestimmt auch mal den Hörer in die Hand genommen und die Mama angerufen, oder 🥹? Es soll ja auch schmecken – aber wenn’s beim ersten Mal noch nicht perfekt ist, ist’s auch kein Weltuntergang!
Am besten ist’s halt – wie mit der Mama –, dass Du an jemanden gerätst, der Dir wirklich weiterhelfen will und Dein Wohl im Sinne hat.
Also wir bei fin:marie wollen wirklich mit bestem Wissen und Gewissen sehen:
- dass Du Dein Geld kennst
- weißt, was Dein Geld tut und
- Dich so selbst um Deine finanzielle Gesundheit kümmerst
Mythos #4: “Ich darf bei Experten nicht nachfragen, sonst wirke ich dumm”
Sorry, aber dieser Mythos macht mich echt sauer.
Ganz einfach, weil er dafür sorgt, dass so viele von uns Frauen in irgendwelche dubiosen Produkte investieren, die nicht ganz verstanden wurden – nur weil wir uns nicht getraut haben zu fragen. Das ist übrigens nicht nur so ein Frauen-Ding. Auch Männer investieren in unseriöse Produkte, fragen nicht nach und fahren den Karren in den Mist. Nur eben – und das ist oft der Unterschied – mit viel mehr Selbstbewusstsein.
Tja, macht’s nicht besser – und den Mythos nicht wahrer, also zurück dazu:
Warum ist das falsch?
Lass mich Dir was sagen:
Wenn jemand sauer oder genervt ist, weil Du nachfragst, dann ist nicht mit DIR was falsch. Dann ist mit DEM was falsch.
Vielleicht kennst Du das ja auch aus anderen Bereichen im Leben: Sobald Leute ausweichen, wird’s komisch – meinst Du nicht?
Ein guter Berater, eine gute Beraterin, erklärt Dir gerne, was Du da eigentlich kaufst. Die nehmen sich Zeit, beantworten Deine Fragen und freuen sich sogar, dass Du Dich interessierst.
Mir z.B. ist es halt super wichtig, dass möglichst viele Frauen verstehen, was genau da mit ihrem Geld passiert.
Wenn jemand genervt reagiert, Dich abwimmelt oder so tut, als wärst Du zu blöd, um es zu verstehen – dann ist das eine riesige “Red Flag”.
Dann will diese Person Dich vielleicht einfach nur schnell zum Abschluss drängen, ohne dass Du wirklich verstehst, worauf Du Dich einlässt.
Klingt ein bisschen wie bei romantischen Beziehungen, oder 😀? Wenn da jemand nicht auf die Frage antwortet, ob er schon Kinder hat, und Dich anmeckert, ist das höchst verdächtig.
Oder wenn ein Arzt keinen Bock hat, Dir zu erklären, was bei Deinem letzten Ultraschall rauskam und Dir einfach nur Tabletten verschreibt.
In beiden Fällen auch eher ein Zeichen, sich lieber nach etwas anderem umzusehen.
Dein persönliches Mini-Upgrade:
Frag nach. Immer – und zwar so lange, bis Du es wirklich verstanden hast.
“Was genau ist das für ein Produkt? Wie funktioniert das und was ist da drin? Welche Kosten kommen auf mich zu? Was sind die Risiken? Was passiert, wenn ich vorzeitig raus will?”
Also echt, wenn Dir jemand diese Fragen nicht beantworten kann oder will – nimm Deine Beine in die Hand und renn’. Und zwar lieber schnell. Wirklich – das sind Deine Ersparnisse, Dein Geld und Deine Zukunft. D.h. Du hast jedes Recht der Welt, alles ganz genau zu verstehen.
Und wenn Du Dich trotzdem unsicher fühlst, dann nimm jemanden mit. Eine Freundin, Deinen Partner, Deine Schwester. Warum? Vier Ohren hören, vier Augen sehen, besser als zwei.
Mythos #5: “Als Frau hab’ ich halt nicht die Zeit, mich um mein Geld zu kümmern”
Ja, ich weiß. Dein Kalender ist voll. Dein Kopf auch. Du hast gefühlt tausend Dinge gleichzeitig am Laufen und denkst: “Geld anlegen? Wann denn bitte?”
Warum ist das falsch?
Klar, wir alle haben wenig Zeit, und ja, der Brainload ist real – ich weiß das selbst nur zu gut.
Nach fünf Tagen die Woche, acht Stunden Arbeit am Schreibtisch, warten da oft am Wochenende a) die Wäscheberge und b) der staubige Fußboden. Und gleichzeitig auch Dein Sohn mit einem Fußballspiel am Sonntag und Deine Freundin mit Theaterkarten, denn – hey, man will ja schon auch noch ein Sozialleben haben.
Und dann weißt Du, dass Du am Montag – ja, noch bevor es wieder von vorne losgeht – Deinen Vater zum Kardiologen bringen musst.
Die Liste ist in einem echten Frauenleben leicht mal ellenlang.
Aber weißt Du, was halt noch länger ist? Das ist die Liste der Sachen, um die Du Dich später kümmern musst, wenn Du’s jetzt nicht machst.
Du brauchst z.B. ein paar Stündchen, um einen vernünftigen Sparplan aufzusetzen, und dann läuft’s – im Hintergrund und leise.
(Denk jetzt bitte nicht an irgendwelche komischen Excel-Tabellen, bei denen Du am liebsten direkt zumachen willst 😀 – it’s 2026 – wir haben Tools – dazu gleich.)
Dein To-Do
Also zuallererst: Budgetieren
Blockier Dir direkt eine Stunde mit “Me-Time” in Deinem Kalender und schau, welche Ein- und Ausgaben Du hast.
Da reichen zwei Stunden an einem ruhigen Sonntagmorgen – vielleicht schickst Du Deine Kids und Deinen Partner einfach mal nach draußen zum Spielen 😀. Oder noch besser: Ihr schickt die Kids raus, setzt Euch bei Kaffee und Kuchen hin Ruhe zusammen hin. Oder halt drei Abende à 30 Minuten.
Die Zeit nutzt Du dann und verschaffst Dir einen Überblick 🙂.
Es gibt heutzutage mega viele Tools, die Dir beim Budgetieren helfen.
Da geht’s um die elementaren Fragen: Wo stehst Du gerade? Was kommt rein, was geht raus? Hier findest Du übrigens unser Smartsheet, das hilft Dir vielleicht, mal nicht nur in der Wohnung, sondern auch auf Deinem Konto aufzuräumen.
Was als Nächstes? Sparplan aufsetzen
Das ist der wahre “Powermove”.
Setz einen Sparplan auf, der automatisch jeden Monat was vom Konto abbucht, ohne dass Du dran denken musst.
Das ist wie im Fitnessstudio: Am Anfang ist’s ganz schön hart. Aber dann hast Du eine Routine und es läuft.
Und allein schon das gute Gefühl, dass Du endlich was tust, ist ein echter “Win”.
Also, dass Du etwas Gutes mit Deinem Geld tust. Denn es geht hier ganz oft auch um das Gefühl, alles im Griff zu haben.
Dann geht’s ans Eingemachte – ans Geldanlegen:
Jap, der Markt ist übersättigt von super vielen Produkten und die sind nicht unbedingt immer transparent.
Falls Dir das alles ein bisschen viel ist, gibt’s Hilfe von Expertinnen, die auch richtig Lust haben, Dir zu zeigen, wie Du Dein Geld ordentlich anlegen kannst.
Also nochmal: Das Thema “verfügbare Zeit” soll Dir beim Thema Geld echt nicht im Weg stehen.
Unser Espresso-Coaching z.B. kostet Dich nur eine halbe Stunde – das ist genauso lange wie… naja… Du vielleicht jeden Tag beim Scrollen durch Social Media verbringst?
Mach das Thema Geld einfach zu Deiner Prio, nicht die Hunde-Reels auf Instagram 😋 – Dein Konto (und Deine Träume) werden sich freuen!
Also, lass uns mal zusammenfassen
Was haben wir heute gelernt:
✗ Du brauchst keinen Partner, um finanziell gut dazustehen, sondern Du bist und bleibst lieber Deine eigene Chefin beim Thema Geld.
✗ Du musst nicht reich sein, um zu investieren, aber Du musst investieren, um reich zu werden (oder halt, um Dir alles leisten zu können, was Du willst!)
✗ Investieren ist keine Rocket-Science und Du brauchst auf gar keinen Fall ein Finance-Nerd sein.
✗ Du darfst nachfragen und Du sollst! Es ist Dein Geld und wenn Du Interesse daran zeigst, dann bist Du smart, und wenn jemand keinen Bock hat, Dir was zu erklären, ist das eine “Red Flag”.
✗ Du hast mehr Zeit als Du denkst – wenn Du Geld zur Priorität machst UND es besser in kleinere Einheiten zerlegst: 1 Stunde Budgetieren und Finanzplan – einmal aufgesetzt und es läuft, leise und im Hintergrund
So, das war jetzt ein bisschen viel, oder? Ich weiß. Aber naja, Du musst nicht alles auf einmal machen.
Und wenn Du jetzt Lust bekommen hast, aber noch nicht richtig weißt, wie Du an die Sache rangehst, dann kannst Du ja mal schauen, ob unser Espresso-Coaching (hier klicken) was für Dich ist. Das ist kostenlos und dauert (wie bereits angekündigt 🙂) nur (!) 30 Minuten.
Egal, was jetzt Deine Ausgangslage ist: Loslegen, dann dranbleiben – das zählt. Nicht: ‘‘muss ich perfekt machen oder können.’’ Und denke immer daran:
Du bist nicht die Erste und nicht die Letzte, die sich Stück für Stück an das Geldthema herantastet.
Mit uns und anderen Academy-Teilnehmern wirst Du auch ganz schnell sehen, dass jede irgendwann angefangen hat und dass das vollkommen okay ist.
Buche ein Espresso-Coaching!
Setz Dir 30 Minuten. Nicht zum Perfektsein – sondern zum Anfangen.