Die 5 größten (und 3 kleinere) Red Flags bei Financial Know-how und Beratung

Finanzberatung für Frauen

Inhaltsverzeichnis

Okay, kurze Frage: Hast Du schon mal mit einer Freundin gesprochen und sie erzählt Dir, dass sie in irgendetwas ihr Geld investiert hat – und Du denkst Dir nur so: “Ähm… klingt irgendwie… super komisch?” 🤔

 

Selbst ohne ein absoluter Profi zu sein, hat man ja manchmal einfach… naja, ein Bauchgefühl. Und dieses Warnsignal sollte man beim Thema Geld lieber nicht ignorieren.

 

Vielleicht hat sie von richtig guten Renditen geschwärmt, die ihr ein “total netter Typ” erklärt hat. Oder sie hat Geld in ein Produkt gesteckt, das sie eigentlich gar nicht so wirklich verstanden hat? 

 

Naja, oder vielleicht kennst Du das ja auch aus eigener Erfahrung.

 

Ich schon. Super oft habe ich schon durch meine Arbeit mit fin:marie gesehen, dass sowas passiert: 

 

Man will sich eigentlich nur um sein Geld kümmern, weiß nicht richtig, wie und schwupps – landest Du bei einem Produkt, das eigentlich null zu Dir und Deinen Wünschen passt. 

 

Ja, warum eigentlich? Wir haben zwar oft dieses seltsame Gefühl, aber wollen 

  1. nicht unhöflich sein und 
  2. trauen uns nicht zu fragen, um nicht als die “Dumme” dazustehen

 

Wenn Du jetzt zwar nickst und Dich gleichzeitig schlecht fühlst, kann ich Dir nur sagen – hey, das ist gang und gäbe und hat NIX mit Dir und/oder Deinen Fähigkeiten zu tun.

Eigentlich warst Du oder Deine Freundin im oberen Beispiel bestimmt richtig motiviert.  Aber dann merkt man, dass die Investitionen irgendwie gar nicht toll sind und das kann einem schon mal ordentlich den Spaß an der Freud’ vermiesen.

 

Dann kann’s passieren, dass das Thema Geld für Dich zur “Red Flag“ wird. Das soll es aber nicht. Denn nicht das Geld an sich ist die “Red Flag“ – die findest Du ganz woanders und leider manchmal ganz schön versteckt, bei Leuten, die dir eigentlich helfen sollen. 

 

Wie erkennst Du nun Red Flags beim Thema Geld? 

 

Das sag ich Dir jetzt – denn wir Frauen haben schon genug Dinge, mit denen wir uns rumschlagen müssen und ich fänd’s schön, wenn Du einfach auch eine Sorge weniger hättest. 

 

Weißt Du, was ich mitunter am Schlimmsten finde? Dass wir oft gar nicht wissen, wie wir schlechte Finanzberatung, komische Ratschläge oder dubiose Experten überhaupt erkennen sollen – weil uns das schlicht und ergreifend niemand beigebracht hat. Punkt.

 

Also, hier kommen jetzt die größten und ein paar kleinere Red Flags:

  • Bei Beratungen, bei Produkten und (!) wann Du lieber sofort die Beine in die Hand nimmst – drumherum reden bringt nix.
  • Aber auch bei Deiner selbstständigen Internetrecherche und wann es echt nach Scam aussieht.
  • Und ja, auch bei gut gemeinten Tipps aus Deinem Bekanntenkreis.

 

(Oft meinen die es ja gar nicht böse, aber, sorry – manchmal sind die auch echt ungeeignet, und wenn Du Dich auskennst, kannst Du einfach sagen: “Danke, lieb von Dir – ich bin schon bedient.”).

 

So, am besten jetzt mal ’ne Weile nicht ins WhatsApp gucken und’s kann losgehen 🤓.

Die 5 größten Red Flags 🚩

 

Red Flag #1: “Das müssen Sie jetzt sofort entscheiden.”

 

Oh, daaaa komm ich aus dem Augenrollen gar nicht mehr raus. Diesen – ich nenne ihn auch gerne den “Heute Nacht nur noch drei Zimmer frei”-Trick – kennen wir ja alle von diversen Buchungsplattformen.

 

Das Szenario Beim Thema Geld

 

“Also, das Angebot ist ein Bombenangebot und normal VIIIIEL teurer. Das gilt nur noch bis Ende der Woche.” “Der Fonds hier ist super begehrt, deshalb gibt’s auch nur noch ein paar Plätze. Wenn Sie da jetzt nicht einsteigen, sind die weg und Sie verpassen eine richtig gute Chance.” (Blablabla 😬)

 

Schon zigmal gesehen und gehört und ja, mir tut’s dann jedes Mal leid, wenn ich sehe, dass eine Frau wieder unter Druck gesetzt wurde. 

 

Vielleicht denkst Du Dir ja in dem Moment auch: “Okay, vielleicht stimmt das wirklich – ich will das ja nicht verpassen.” – Hey, ganz ehrlich, würde ich wahrscheinlich auch, wenn ich keine Finanzexpertin wäre. 

 

Aber da ich eine bin, kann ich Dir klipp und klar sagen: Seriöse Finanzprodukte und seriöse Beraterinnen und Berater setzen Dich nicht unter Zeitdruck. 

 

Leute, die wissen, dass sie einen guten Job machen und gute Produkte verkaufen, spielen nicht mit Deiner Panik. Die wissen nämlich genau worauf es ankommt: Gute Überlegung, klares Verständnis und, dass Du genau weißt, worunter Du da gerade Deine Unterschrift setzt. 

 

Alles andere ist mega weird und ja, sowas (sonst ja nicht so mein Stil) verurteile ich auch. Denn wenn jemand Dich drängt, schnell zu entscheiden, dann geht es diesem jemandem oft nicht um Dein Wohl.

 

Was Du tun kannst, um Weizen von Spreu zu trennen:

 

Es geht oft eher darum, dass Du gar nicht erst die Möglichkeit hast, lange darüber nachzuenken und dann – ooops – einen Fehler zu finden. 

 

Sag einfach: 

 

“Ich brauche etwas Bedenkzeit.” 

 

Eine wirklich gute Beraterin wird das respektieren. Wer dann sauer reagiert – Auf (nimmer) Wiedersehen 👋.

 

Red Flag #2: Renditeversprechen, die zu schön klingen, um wahr zu sein

 

“20 % Rendite garantiert.” “Ihr Geld verdoppelt sich in drei Jahren.” “Absolut risikolos und trotzdem hohe Gewinne.”

 

Das sind so Floskeln, die sich schon so richtig nach billiger Werbung anhören. Sind halt kurz und knackig und klingen so verlockend – aber auch so falsch. 

 

Die Realität: Seriöse Anlagen kombinieren hohe Rendite nie mit null Risiko

 

Das geht schlicht und ergreifend nicht.

Der Markt funktioniert halt einfach nach dem Prinzip: Je höher die mögliche Rendite, desto höher das Risiko. 

 

Das ist alles andere als top secret – das ist die Grundlage, über die man ziemlich schnell stolpert, sobald man sich etwas tiefer mit dem Thema Investieren beschäftigt.

 

Kennst Du ja vielleicht auch noch aus dem Wirtschaftsunterricht – evtl. rührt sich da noch was, das Du durch alle anderen Erwachsenenthemen verdrängt hast 😀?

 

Diese durchschnittliche Rendite von 7 % über viele Jahre (wie ich im Artikel “5 Mythen, die Frauen vom Investieren abhalten“ LINK schreibe) ist für einen breit gestreuten ETF-Sparplan schon ziemlich realistisch. 

Aber hey –  „garantiert”? Das ist ein Wort, das ich so niemals in den Mund nehmen würde. Nein. Und “20 % risikolos”? Puuh, da gehen bei mir die Alarmglocken an. Das ist dann entweder Unwissenheit oder – leider – Absicht.

 

(Ja, das Leben ist kein Ponyhof. )

Schade, es ist echt ernüchternd, aber viele wollen nur Profit machen – einige leider aus DEINEM Verlust 😖).

Gefährlich wird’s dann da: Diese Versprechen kursieren auch in sozialen Medien. Es gibt da solche “Finance-Influencer”, die Dir zeigen, wie sie auf Bali am Pool sitzen und nebenbei Geld verdienen.  

Sieht irgendwie nach Scam aus? Naja, es geht halt schon oft entweder um ein Produkt, das Du einfach kaufen sollst, oder – im schlimmsten Fall – ein Schneeballsystem. 

Kurzer Exkurs Schneeballsystem ❄️ – Das kannst Du Dir dann so vorstellen:

Ihr habt einen größeren Freundeskreis, macht ne WhatsApp-Gruppe und jemand schreibt: “Schick mir ne Packung selbstgebackene Kekse und leite die Nachricht an fünf Freundinnen weiter. Dann bekommst Du irgendwann 25 Kekspackungen zurück.”

Klingt ja ganz sweet, aber wenn der Freundeskreis ausgeschöpft ist, dann backen halt die letzten, die die Nachricht bekommen, verschicken ihre Kekse und kriegen GAR nix mehr zurück.

Wie kannst Du auf Scams & Fakes beim Geldanlegen vorbereitet sein?

Vergleiche und recherchiere – und zwar immer!

Falls Dir dann doch jemand so merkwürdige Renditen verspricht, die weit über dem Marktdurchschnitt liegen – löcher ihn mit Fragen. 

Das ist sowas von Dein Recht! Wir sprechen hier ja schließlich von Deinem wohlverdienten Geld, das Dir zusteht. 

Naja und wenn Du keine befriedigende Antwort bekommst oder Dein “Experte” Dir ausweicht, oder Dich für “Dumm verkaufen will”, dann merkst Du schon… “Da ist aber ordentlich was faul.” 

Ja, da ist was falsch. Und zwar mit DEM und – absolut nicht – mit DIR.

 

Red Flag #3: Du verstehst nicht, was Du kaufst – und (!) wirst auch nicht dazu ermutigt, es zu verstehen

 

Ach, es gibt ja leider nicht nur die “in-your-face“-Red Flags – Du weißt schon, die, bei denen man sich schon mal eher denkt: “Was ein Quatsch.“

Da gibt’s leider auch die, die schon fast irgendwie akzeptiert sind, und ja… die Dir halt auch bei völlig seriös wirkenden Gesprächen unterkommen.

Dein Berater redet nur im Monolog und erklärt nix

Du sitzt da, der Berater redet (oft in einem nicht enden wollenden Wasserfall daher) und Du nickst. Stumm. Vielleicht mal mit einem “Mhm.“ 

Aber das ist dann manchmal weniger zustimmend, als ein Poker-Face, das Du Dir vielleicht aufsetzt. Jap, und das hat schon seinen Grund – ganz einfach, um halt nicht zu zeigen, dass Du nicht wirklich verstehst, was das jetzt ist – weil… again, Du willst ja nicht unwissend oder sogar “dumm” wirken.

(Das wird uns Frauen ja eh schon viel zu oft unterstellt, ne? Aber da kann ich Dir gleich sagen: Den Mythos haben wir schon im Artikel “5 Mythen, die Frauen vom Investieren abhalten” gekillt 😀.)

Also unterschreibst Du vielleicht einfach. Hm. Sowas ist leider gefährlich. 

Und durch Deine stumme (oder faktische) Zustimmung hast Du leider oft nicht viel gewonnen, sondern im schlimmsten Fall sogar etwas verloren. 

Manchmal muss man sich einfach trauen: “Herr Finanz-Mensch oder Frau Versicherung, ich verstehe nicht, was Sie mir da anbieten, erklären Sie mir es bitte genau!”

Und wie schon gesagt: Wenn die keinen Bock haben, Dir das Produkt von oben bis unten zu erklären, bis Du es verstanden hast, dann lieber ganz schnell weg. 

Eine gute Beraterin erklärt’s Dir so lange, bis Du richtig gebrieft bist. Und das am besten, ohne Dich mit Fachbegriffen zu überhäufen und Dich schnellstmöglich zum Abschluss zu drängen. 

Nee, die freut sich, wenn Du Fragen stellst.

 Mir macht’s halt richtig Spaß, wenn unsere fin:marie-Kundinnen sich dafür interessieren, wo ihr Geld landet, welche Rendite es später bringt und wann was rauskommt.

 

Ist doch viel toller, wenn man denkt, dass man jemandem wirklich geholfen hat, als jemanden wissentlich auszunehmen – puh, dass ich das überhaupt sagen muss 😀.

  

Wenn jemand Deine Fragen abtut, herumdruckst oder Dir das Gefühl gibt, dass Du irgendwie nervig bist – Rote Flagge. Groß. Laut. 🚩

  

Befolge diese Basic-Steps, damit Du der Abzocke entgehst

 

Stell immer diese vier Fragen, bevor Du irgendetwas unterschreibst: 

  • Was genau ist das für ein Produkt?
  • Welche Kosten entstehen mir (jährlich, bei Kündigung, bei Umschichtung)?
  • Was sind die realistischen Risiken?
  • Was passiert, wenn ich früher raus will?

 

Wenn diese Fragen nicht klar und verständlich beantwortet werden – nicht unterschreiben.

 

Deine finanzielle Gesundheit hängt damit zusammen, dass Du Verantwortung für Dein Geld übernimmst. Naja, und die kannst Du nicht übernehmen, wenn Du nicht weißt, was damit passiert – und zwar kompletti. 

 

Red Flag #4: Der “Tipp” kommt von jemandem ohne echtes Know-how

 

“Also, mein Schwager hat da letztens beim Geburtstag meiner Oma gesagt, ich soll alles in Krypto stecken. Hat der 2018 auch gemacht, und der ist jetzt ganz schön reich.”

 

“Meine Chefin hat mir neulich beim Team-Building geraten, dass ich unbedingt in diesen einen Fonds investieren soll. Glaub, die beschäftigt sich schon seit ein paar Jahren mit Investieren.” 

 

“Ich hab neulich bei Instagram in einem Reel gesehen, dass es am besten ist, einer exklusiven Investment-Gruppe beizutreten. Da muss man zwar erst mal bezahlen, aber es lohnt sich wohl ganz schön danach.”

 

Hm… ich will das alles nicht kategorisch verteufeln.  

  

Aber: Manchmal kommen keine guten Hinweise aus dem eigenen Umfeld – und naja, das Instagram-Beispiel ist schon wieder so eine höchst merkwürdige, aber leider omnipräsente Geschichte. 

 

Auf die stößt man schnell, wenn man sich bei Socials über das Thema Geld informieren will.

 

Finanztipps von Menschen ohne wirkliches Fachwissen können genauso viel – oder mehr – schaden als gar keine Beratung

 

Warum? Weil derjenige, der Dir den Tipp gibt, halt meistens nicht Deine gesamte finanzielle Situation kennt. Nicht Dein Einkommen, Deine Ausgaben, Deine Ziele, Deinen Zeithorizont, Deine Risikobereitschaft.

 

Was für Deinen Schwager vielleicht super funktioniert, muss nicht für Dich funktionieren – oder ist vielleicht auch aus der Zeit gefallen. 

 

Was in einer Gruppe – auch bei der Arbeit – gerade heiß diskutiert wird, ist oft Herdentrieb… nicht Analyse. Ja, vielleicht willst Du ja auch nicht die Chefin verärgern. (Hoffe für sie, dass sie sowas nicht persönlich nimmt 🫢).

 

Und Social Media? Oh je. Da gibt es so viele Menschen, die mit viel Selbstbewusstsein über Finanzen reden, ohne dabei wirklich zu wissen, was sie tun. 

 

Naja und AI macht’s jetzt auch nicht grade einfacher “Mist” von “Qualität” zu unterscheiden.

 

 In jedem Fall: Lautstärke ist kein Zeichen von Kompetenz – kennst Du ja bestimmt auch aus anderen Situationen? (Nur weil jemand laut ist, heißt’s nicht, dass er recht hat – Mitschüler XYZ aus der letzten Reihe in der 10. Klasse 😛). 

 

Wie Du Dich gut informierst und gute Quellen von Käse unterscheidest

 

Guck ruhig hin und hör zu – aber mit ‘nem Filter. 

 

Es ist ja eigentlich schön, sich über verschiedene Quellen zu informieren und vielleicht auch gegenseitig zu inspirieren. 

 

Wenn Dir jemand von irgendeinem tollen Finanzprodukt erzählt, dann google das doch einfach mal. Du kannst ja direkt ansetzen und recherchieren, aber halt in Ruhe und zu Hause, ohne dass Du direkt beeinflusst wirst. 

 

Wiiichtig: Triff erst dann eine verbindliche Entscheidung, wenn Du genau auf dem Schirm hast, was Du brauchst.

 

Und wenn Du “nüscht” verstehst, dann heißt das nicht, dass Du zurück zum Schwager oder zur Chefin musst. 

 

Nee. Hab immer im Kopf – das sind auch Laien, die irgendwann mal angefangen haben, sich mit dem Thema Geld zu beschäftigen.

 

Du würdest von Dir ja wahrscheinlich auch nicht direkt nach Deinem ersten Investment sagen: “Ich hab jetzt den Durchblick und kann meine Family und Friends beraten!“, oder? 🤔

 

Wenn Du wirklich noch mal einen qualifizierten Blick auf Deine Situation brauchst: Hol Dir jemanden, der oder die das wirklich gelernt hat und Deine Interessen im Blick hat – nicht Dein Geld oder, im schlimmsten Fall, sogar Deinen Ruin. 

 

Unser Espresso-Coaching bei fin:marie ist genau dafür da: 30 Minuten, Deine Fragen und unsere individuellen Antworten für deine Situation – und das ohne Verkaufsdruck. Probier’s einfach mal aus. 

 

Red Flag #5: Keine Transparenz über Kosten beim Investieren

 
 Diese Red Flag ist besonders tückisch, weil da gern mal wieder ein Versteckspiel getrieben wird. 

  

Ja, die Kosten für Dein Produkt stehen schon da irgendwo… irgendwie… halt im Kleingedruckten… in Hieroglyphenform. Super. Klingt ja richtig seriös. 

 

Wo fließt Dein angelegtes Geld genau hin? 

 

Du investierst 200 Euro im Monat. Jawoll. 

 

Aber weißt Du eigentlich, wie viel davon wirklich in Deine Anlage fließt – und wie viel als Gebühren, Provisionen oder Verwaltungskosten abgezogen wird? Nee? #hideandseek

 

Kosten sind der größte heimliche Renditekiller, den es gibt. Selbst 1–2 % jährlich klingen harmlos, aber über 20 oder 30 Jahre fressen sie einen enormen Teil Deines Vermögens auf. Das ist Mathematik…

  

(please – bitte bleib jetzt bei mir und mach nicht zu haha, nix mit Sinuskurve und Satz des Pythagoras oder schulischem Trauma 🤯)

 

… Mathematik, die wirklich wichtig für Dein Leben ist, ja, die es sich lohnt zu verstehen.

 

Oft kommuniziert keiner diese Kosten proaktiv. Du kannst aktiv fragen: 

 

Was GENAU kostet mich das wirklich – pro Jahr, einmalig bei Abschluss, bei Verkauf?

 

Tja, und wenn dann die Antwort nicht kommt – kennen wir ja jetzt schon – Red Flag. 🚩

 

Jap, und auch mit “Kommt drauf an…” geben wir uns nicht zufrieden. Nein. Kein Wischi-Waschi.

 

Auf was denn? Ob der Himmel heute blau ist und die Vögel zwitschern?!

 

Wie Du versteckten Kosten beim Geldanlegen auf die Schliche kommst

 

Verlange immer ein schriftliches, klares Dokument mit allen anfallenden Kosten, bevor Du Dich entscheidest. Das ist Dein gutes Recht. Ist ja Dein Geld – und ja, das soll’s auch bleiben!

 

Und lass vielleicht noch mal eine zweite Person – Partner, Mutter, Freundin oder, von mir aus, auch die liebe, vertrauensvolle Nachbarin – drüberschauen. Zwei Augen sehen mehr als vier und sich irren ist halt auch menschlich. 

 

Puhh, also die schlimmsten roten Alarmlämpchen, bei denen man wirklich entweder schreiend davonlaufen sollte oder eben selbstbewusst “Nein, danke.” sagen sollte, haben wir jetzt hinter uns. 

 

Und jetzt: 3 kleinere Red Flags (vielleicht orange 🟠)

 

Die hier sind jetzt nicht sofort der allerschrillste Alarm – aber so ein bisschen wie die leise Stimme im Hinterkopf, die Du halt besser auch nicht ignorieren solltest.

 

Also, los geht’s. 

 

Kleine Red Flag #1: Kein konkreter Plan, nur allgemeine Empfehlungen

 

“Sie sollten mehr sparen.” “Diversifikation ist wichtig.” “Langfristig denken hilft immer.”

 

Ja… stimmt alles irgendwie. Und klingt auch irgendwie klug.

 

Aber mal ehrlich – das hätte Dir auch Deine Oma sagen können, ne? 😄

 

Also das sollte man schon verinnerlichen und auf die Kette kriegen, allerdings solltest Du niemanden nur für diese Info bezahlen müssen… oder?

  

Denn das ist halt so allgemein, dass es für absolut jede Person auf diesem Planeten gilt. Und genau das ist das Problem.

 

Gute Finanzberatung ist konkret

 

Sobald Du Geld in die Hand nimmst, dann schaut sich diese Beratung auch gefälligst Deine individuelle Situation an – und macht einen Plan, der zu Dir passt. Nicht zu “Frauen zwischen 30 und 50 in Deutschland”. Nur zu Dir.

 

Ich wiederhole mich – aber es geht um Deine finanzielle Gesundheit. Und ja, die ist wie die physische und psychische auch – individuell.

  

Die Ärztin macht ja auch keine Statistik aus allen Leuten, die zu ihr kommen,  guckt sich überhaupt nicht Deine Situation an und sagt dann: 

 

“Ja, viele Leute in ihrem Alter haben was mit der Schilddrüse… Sie bestimmt auch. Da verschreiben wir mal Tabletten und die nehmen Sie jetzt ein.”

  

Ohne Dich zu untersuchen? Hey, c’mon – da gäb’s aber einen riesigen Aufschrei! Zu Recht.

 

Und den sollte es beim Thema Geld und Finanzberatern bitte auch geben, oder?

 

Du, wenn Du nach einem Gespräch rausgehst und eigentlich genauso schlau bist wie vorher, dann hat da irgendwas nicht funktioniert. Absolut nicht. 

 

Deshalb zahl nur, wenn’s konkret wird.

 

Ich sag Dir auch ohne Beratung, wie das easy mit dem Sparen geht – kostenlos und mit einem Tool

 

Sorry, not sorry.

Damit überhaupt eine gute, konkrete Beratung entstehen kann, brauchst Du auch selbst erstmal den Überblick über Deine eigene Situation. 

 

Du merkst sonst ja auch… “Oh, blöd, ich hab dauernd Kopfweh, ich geh mal zum Doc.”, versuchst in Dich hineinzuspüren und der Ärztin die Situation so genau wie möglich zu erklären, ja… damit sie Dir eben angemessen helfen kann.

 

Check einfach: Was kommt rein, was geht raus – und wo bleibt eigentlich was übrig? Klingt so banal, wie es ist.

 

Aber viele von uns haben das noch nie wirklich schwarz auf weiß vor sich gehabt. Das nennt man – der elementarste Schritt – Budgetieren.

 

Unser Smartsheet (LINK) hilft Dir dabei, das in ein paar Stunden auf den Punkt zu bringen – ganz ohne Excel-Frust und ohne dass Du direkt das Fenster zumachen willst. Versprochen 😄.

 

Kleine Red Flag #2: Immer nur ein einziges Produkt wird empfohlen

 

Du fragst nach einer Anlage für Deine Altersvorsorge – “Produkt A”.

 

Dann brauchst Du was für den kurzfristigen Vermögensaufbau – “Produkt A”.

 

Und naja, zum Schluss bittest Du um Infos, die Dir zeigen, was Du mit Deinem kleinen Erbe machen könntest – Du kannst es Dir denken… Überraschung – “Produkt A”.

 

Eine gute Finanzberatung gibt dir verschiedene Optionen für verschiedene Szenarien

 

Hm. Unbefriedigend hoch zehn, oder?

 

Also, ist ja irgendwie, als würde Dir jemand im Schuhgeschäft sagen:

 

“Cool, Du hast nach Schuhen fürs Wandern im Schnee, nach Sandalen für Deinen Urlaub in Indien und nach schicken Schuhen fürs Theater gefragt – dann kauf Dir doch einfach dieses hübsche Paar Doc Martens!”

Da würdest Du Dir sicher auch denken – “Entschuldigung?!“

 

Also, zieht da jetzt jemand – egal, was Du fragst und egal, wo Du gerade stehst – immer wieder denselben Kram aus dem Hut, dann kannst Du schon mal die Augenbraue hochziehen. 🤨 

 

Es ist nämlich so: Eine gute Beraterin zeigt Dir Optionen. Erklärt Dir, was die Unterschiede sind, wie gesagt – geht halt auf Deine individuelle Situation ein. Sie fragt Dich, was Dir wichtig ist oder was Deine Ziele sind –  ja, und erst dann (!!!) empfiehlt sie Dir ein Finanzprodukt, das am besten zu Dir passt.

 

Wenn aber immer und überall dieselbe Leier kommt, dann wird da meistens weniger Dein Interesse vertreten. Sondern eher die Provision, die damit verbunden ist. 

 

(Ja, schade 😬.)

 

Kleine Red Flag #3: Du fühlst Dich nach dem Gespräch schlechter als vorher

 

Jetzt wird’s kurz ein bisschen “soft” – aber ich meine das wirklich ernst.

 

Du gehst in ein Beratungsgespräch rein, eigentlich voll motiviert und mit guten Absichten – Du hast so richtig Lust, jetzt endlich mal was mit Deinem Geld anzustellen. 

 

Und kommst dann raus mit dem Gefühl: “Boah, das ist alles so kompliziert. Ich raffe das eh nie. Das ist nix für mich. Ich kann das nicht.” 

 

So soll sich doch niemand nach einem Beratungsgespräch fühlen?! Niemand.

 

Das ist keine Red Flag, die auf einem Dokument steht. Die spürst Du einfach.

 

Gute Finanzberatung hat Deine finanzielle Freiheit als Ziel

 

Also ehrlich, ich denke mir immer, man soll doch als Beraterin so kompetent dastehen wollen, dass man die Kundin mit ins Boot holt und zeigt, wie toll und einfach Investieren auch sein kann. Doch nicht das Gegenteil?!

 

Du sollst ja ermutigt werden und nicht eingeschüchtert, ja, das Gespräch mit dem Gefühl verlassen: “Okay. Ich weiß, was mein nächster Schritt ist.”

 

Es geht hier um finanzielle Freiheit, die wir für Dich wollen. 

 

Sich total durcheinanderzufühlen (ja… am besten noch mehr als vorher) hat damit erst mal nix zu tun.  

 

Wenn Du so rausgehst, dann ist das in meinen Augen ein “Fail” von der Beraterseite. Oder, und das ist leider auch manchmal so – jemand hatte Interesse daran, dass Du Dich hilflos fühlst. 

 

Wenn Du z.B. mehr als den ersten Input wie bei unserem fin:marie Espresso Coaching willst, sondern voll motiviert bist und schon richtig loslegen willst, dann kannst Du Dir mal unsere fin:marie Investment Academy angucken. 

 

Da geht’s drum, Dein eigenes Finanzwissen Schritt für Schritt aufzubauen, also was für Dich, wenn Du voller Tatendrang bist und jetzt sofort mit anderen Frauen loslegen willst. 

 

Die haben auch mal da angefangen, wo Du jetzt stehst. Das ist ja das Gute – die können Dir zeigen, dass es durchaus möglich ist, einfach zu starten, aber dafür musst Du halt einfach anfangen 🙂

 

So, tragen wir noch mal alles zusammen

 

Die lautesten Red Flags

 

Zeitdruck ist fast immer ein alarmierendes Warnsignal – wer wirklich gute Produkte hat, spielt nicht mit Deiner Panik. Hat’s einfach nicht nötig.

 

Zu schöne Renditeversprechen sind entweder Unwissenheit oder Absicht – beides ist schlecht für Dich und Dein Geld. Höchst suspekt.

 

✗ Wenn Du nicht verstehst, was Du kaufst, unterschreib nicht – und eine gute Beraterin erklärt Dir so lange, bis Du es wirklich kapiert hast. Von oben bis unten. 

 

Tipps ohne echtes Know-how – egal ob vom Schwager, der Chefin oder dem Insta-Reel – können genauso schaden wie gar keine Beratung. Oder… noch mehr.

 

Fehlende Kostentransparenz ist ein echter Renditekiller – immer nachfragen, immer schriftlich haben wollen. Schwarz auf Weiß. 

 

Die orangenen Warnsignale bei Finanzberatung

  • Zu allgemeine Aussagen, nix für Deine persönliche Situation
  • Bitte nicht nur ein einziges Standardprodukt – für all Deine Bedürfnisse 
  • Du sollst Dich danach besser, finanziell freier fühle
 

So. Das war jetzt einiges auf einmal, ich weiß.

 

Aber das Schöne ist: Du musst das alles nicht auf einmal umsetzen. Es geht ja erstmal darum, dass Du weißt, worauf Du achten sollst – damit Du beim nächsten Gespräch oder beim nächsten Reel, das Dir der Algorithmus reinwirft, nicht einfach nickst, sondern denkst: “Warte mal kurz. Da war doch was.” 😄

 

Du bist nicht die Erste, die sich Stück für Stück ans Thema herantastet. Und Du wirst nicht die Letzte sein. Aber irgendwann hat es mal angefangen.

 

“Irgendwann” ist vielleicht “Heute”? 🙂

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