Paare und Geld: 3 hartnäckige Mythen – und was wirklich stimmt

Paare und Geld: 3 hartnäckige Mythen – und was wirklich stimmt

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So, heute nehme ich mir mal drei Mythen zum Thema Paare und Geld vor… Dinge, die wir uns gerne erzählen (oder… ooops “vormachen” 😀),  wenn’s darum geht, ob und wie wir unser Geld in Paarbeziehungen geregelt haben. 

 

Gleich vorweg: Hier geht’s mir nicht darum, Vorwürfe zu machen… nein, einfach nur um Klarheit! 

 

Und klar wird’s ja bekanntermaßen ganz gut durch Daten: Also, schauen wir doch einfach mal, was die Fakten zu unseren Statements sagen, oder? 🙂 

 

Dazu gibt es nämlich eine höchstinteressante Studie, die von ElitePartner in Auftrag gegeben wurde: 

 

“Geld und Liebe: Paare reden offener über Geld – jede:r Sechste finden den:die Partner:in zu verschwenderisch”

 

Die hab ich für Dich mal genauer unter die Lupe genommen. Und ich sag’s geradeheraus  – ich finde die richtig gut und super repräsentativ!

 

Naja, und da ich Dich nicht einfach so mit den Ergebnissen stehen lassen will, gucken wir natürlich noch, wie Du gegen eventuelle “Bugs” vorgehen kannst – also vielleicht wie aus “Vormachen” – “Anpacken” wird. Deal? 😄

 

Damit Du verstehst, wovon ich eigentlich spreche – mal ein lebensechtes Szenario: 

 

Deine beste Freundin Sabine und Du, Ihr sitzt im Biergarten nach der Arbeit und tauscht Euch ein bisschen über Eure Liebsten aus. Nachdem es darum ging, wie schön Maja letztens mit Deiner Emilia in der Lego-Kiste gewühlt hat, geht’s zu Euren besseren Hälften und irgendwie landet Ihr dann schnell auch beim Thema Geld.

 

Sabine sagt dann: „Also, der Stefan und ich, wir reden eigentlich ganz gut über Geld… ja, bei uns läuft das… ja.”

 

Und Du fragst sie – ganz ohne Druck erzeugen zu wollen – drei Fragen:

 

  • Ob sie weiß, wie Stefans  Altersvorsorge aussieht.
  • Was sie bei ihrer eigenen selbst unternommen hätte – seit der Elternzeit. 
  • Und naja, ob sie denn auch einen Plan hätte für schlechte Zeiten, wenn sich das Leben mal anders entwickelt als gedacht.

 

Deine beste Freundin hält kurz inne und sagt: „Hm, also, da muss ich jetzt zugeben, dass wir noch nie so drüber geredet haben, ehrlich gesagt.”

 

Was ich Dir damit sagen will: Das ist ein Szenario, das wir Frauen fast alle in einer gewissen Form kennen. Wir denken, wir wissen über das Geld unseres Partners und unser eigenes Bescheid  – aber wenn man bohrt, dann stößt man schnell auf Wissenslücken.

 

Schwarz auf Weiß und in genauen Zahlen zeigt uns die Studie, die ElitePartner beim Marktforschungsinstitut 2022 Fittkau & Maaß in Auftrag gegeben hat, wie wir Geld nach einer Umfrage in Deutschland wirklich in Beziehungen händeln und welche Sorgen wir da manchmal auch haben. 

 

Also, eine bevölkerungsrepräsentative Befragung von über 4.300 Liierten in Deutschland.

 

Was ich betonen will: Wir Frauen machen schon viel richtig gut mit Geld in Beziehungen, aber es gibt noch ein bisschen Luft nach oben.

 

Deshalb müssen wir über Dinge reden, die es nicht gerade leichter machen, “nach oben“ zu kommen. 

 

Also z.B. der Pay Gap oder die Rentenlücke – die machen es uns Frauen von außen schon unnötig schwer. Dazu später noch mehr. 

 

Ändern können wir diese Lücken von heute auf morgen nicht, das ist ja unser System. Aber wir können dafür sorgen, dass wir mit unseren eigenen Mitteln unsere Beziehung fairer machen – sodass wir nicht in diese Falle geraten. 

 

Denn eine faire Beziehung in Sachen Geld – das ist die Gateway Drug für eine wirklich glückliche, stimmt’s? 

 

Wie können wir denn schauen, dass wir mehr Transparenz beim Geld in Beziehungen haben? 

 

Ich denke so: erst mal Mythen aufräumen, Fakten kennen und na ja im besten Fall eine Strategie entwickeln 🙂 – vielleicht mit meinen persönlichen Tipps? 

 

Für die kannst Du Dir jetzt mal eine Runde #metime gönnen 💪!

 

Mythos #1: „Wir wissen, was wir beide an Geld haben – wir sind da transparent.”

 

“Wir reden über Geld.” Wie sieht das aus?

Ja, also man kennt das Gehalt und vielleicht hat man auch ein gemeinsames Konto. Man würde sagen: „Ja, wir reden schon über Geld.” Und irgendwie stimmt das auch – nur halt für viele Paare nicht ganz. 

 

Was die Zahlen aus der ElitePartner-Studie zu Geld in Beziehungen sagen 

83 Prozent der Befragten sagen, sie wissen über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Partners Bescheid. Klingt doch ganz gut, oder? Und 69 Prozent geben an, „sehr offen” über Finanzen zu sprechen. Das ist laut der Studie viiiiel mehr als noch vor vier Jahren (damals waren es nur 42 Prozent). 

Also, da muss ich echt sagen: Ich sehe Licht am Ende des Tunnels 😀!

 

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Aber – und ja, das dürfen wir nicht unter den Tisch fallen lassen – gleichzeitig wünschen sich 4 von 10 Liierten einen noch offeneren Austausch – das sind nicht unerhebliche 41 Prozent. 

 

Klingt vielleicht als Erstes ein bisschen nach Widerspruch:  Also, gleichzeitig „sehr offen” reden und sich trotzdem mehr wünschen?

 

Naja, das liegt wahrscheinlich daran, was wir unter „offen” verstehen.

 

Kann ja sein, dass man weiß, was der andere verdient. Aber weiß man dann auch, was er sich wünscht? Oder was die Person braucht, um sich ein bisschen sicherer zu fühlen, oder ja, ganz einfach, ist man auch offen, wenn es an die Pläne der nächsten zehn Jahre geht – finanziell? 

 

Das sind schon alles Bedürfnisse, die ihr ja auch nicht einfach so erahnen könnt, wenn ihr mal einen Blick aufs Konto des anderen werft. Nein, über sowas sollte man schon ernsthaft reden – damit Ihr wisst, ob Ihr überhaupt denselben Kurs fahrt. 

 

Also, was bedeutet „offen“ hier eigentlich? 

 

Naja: „4 von 10 wünschen sich einen offeneren Austausch über ihre Finanzen.”

 

Jetzt kannst Du dich auch mal ganz ohne Hintergedanken fragen: Bist Du vielleicht eine von diesen 4? 

 

Weil, mal ganz ehrlich: Man neigt ja erst mal dazu, zu sagen –  Ja, 4 ist weniger als die Hälfte, also nicht viel. Naja, in der Realität ist das aber schon nicht wenig. 

 

Und dann ist da noch eine andere Zahl, die ich interessant finde: Jede Fünfte – also 2 von 10 – weiß gar nicht, was der Partner hat. 

 

Das ist halt auch der Knackpunkt… wir haben halt die Zahlen, und denken erst mal: “Oh, gar nicht so viel, gar nicht so dramatisch.” Aber das sind mir immer noch 4 oder 2 zu viele. Wenn du es hochrechnest, sind das ja 40 von 100 (40%) oder 20 von 100 (20%).

 

Sieht schon nicht mehr so “okay” aus, oder? 😋

 

Und wir können ja leider auch davon ausgehen, dass nicht unbedingt alle ehrlich antworten, da sie sich vielleicht schlecht bei dem Gedanken fühlen – und na ja, man kennt’s ja selbst, ob jetzt da oder in anderen Bereichen – sich Dinge einzugestehen, ist nicht immer das Einfachste (ich denke, da natürlich jetzt auch gar nicht an mich selbst 😂).

 

Aber alles halb so wild… Wir müssen uns darauf ja nicht ausruhen, dass wir unterschiedliche Definitionen von “offen reden“ haben…

 

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Was Du tun kannst: Money-Date

 

Wir können das “offen reden“ noch mal neu denken und konkret werden. 

 

Stell Dir selbst mal ganz ehrlich folgende Fragen – also… für Dich, nicht für ihn:

 

Weißt Du, wie seine Altersvorsorge aussieht? Habt Ihr je darüber geredet, was passiert, wenn einer von Euch länger krank wird, oder weißt Du was ihr tut, wenn einer seinen Job verliert?

 

Wenn da auch nur ein kleines „hm…” hochkommt – dann gibt’s da wahrscheinlich Klärungsbedarf. 

 

Und, nee, damit will ich Dich jetzt nicht in Bredouille bringen, oder so… Du bist ja safe nicht die Einzige, die beim Thema Geld, Rente usw. mit dem Partner noch Gesprächsbedarf hat. 

 

Aber irgendwo ist ja mal der Anfang. 

 

Also mein Tipp: Macht Euch ein Money-Date!

 

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Was soll das jetzt sein? Ja, wir machen Geld mal ein bisschen romantischer – und ich kann’s aus Erfahrung sagen, das geht! 🌹

 

Also nehmt Euch bewusst Zeit, hockt euch an den Tisch, oder von mir aus in die Badewanne 😁 und redet mal. Redet mal wirklich – über das, was passiert, wenn es nicht klappt. 

 

Wo ist da jetzt die Romantik? Ich weiß, das klingt wie der unromantischste Vorschlag ever. Aber wer weiß, wie die andere Seite in einem Worst Case handeln würde, hat paradoxerweise mehr Vertrauen – weil man das gemeinsam besprochen hat. Ja, das nennt man Respekt und Erwachsensein. Klingt doch nach ner guten Basis für eine schöne Beziehung, oder?

 

Ein gutes Struktur-Tool dafür ist das Smart Sheets Couple (LINK) – nicht für den Kassensturz, sondern um gemeinsam auf eine klare Übersicht zu schauen: Einnahmen, Ausgaben, Ziele. Alles auf einen Blick und zwar – jaaa,  für beide.

 

Mythos #2: „Der Gender Pay Gap und Abhängigkeit? Das sind gesellschaftliche Probleme – nicht in unserer Beziehung.” 

 

Wie das aussieht: Wir verdienen doch beide genug

 

Beide sind berufstätig und mit eigenem Einkommen. Also, man denkt erst mal: Modernes Paar und Abhängigkeit rückt in die Ferne zu den Oma-Zeiten, zum  Hausfrauenparagraf  – ein Problem, das wir längst gelöst haben… oder?

 

Und dann kommt das erste Kind oder man heiratet oder ja, ganz normal auch beides. Dann sieht das ooops  nämlich schnell ganz anders aus. 

 

Die Zahlen der Studien sind dafür da, um Dir zu zeigen, dass, wenn Du so ein Gefühl hast… ein Gefühl der Abhängigkeit oder ja… irgendwie Ungerechtigkeit… dass Du nicht alleine bist. Also schauen wir da mal genau drauf. 

 

Was die Zahlen aus der ElitePartner-Studie wirklich sagen

 

Das kannst Du Dir jetzt noch mal auf der Zunge zergehen lassen…

 

Jede dritte Frau (!) – 32 Prozent – würde ohne ihren Partner finanziell kaum über die Runden kommen – da möchte man doch aus der Haut fahren, oder?

 

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Bei den Männern sind es 20 Prozent. Schon ein Unterschied. Aber dann schaut man mal auf die Details – und da sehen wir, was beim Thema Geld und Abhängigkeit da gendermäßig eigentlich los ist.

 

Dabei bleibt’s nämlich leider nicht ❌:

  • Bei verheirateten Frauen: 38 Prozent abhängig.
  • Bei Müttern: 39 Prozent.
  • Bei unverheirateten Frauen ohne Kinder? 23 Prozent.

 

Ja, und was sagt uns das jetzt… Der Unterschied zwischen „modern und gleichberechtigt” und „finanziell abhängig” heißt in vielen Beziehungen schlicht: Ich hab eine Heiratsurkunde mit dem Christian oder eine Geburtsurkunde von meiner kleinen Leonie in meinem Leitz-Ordner im Billy-Regal.

 

Ja, und jetzt kommt der Clue: Für Männer verändert sich übrigens so gut wie nix – egal, ob verheiratet oder nicht, mit Kindern oder ohne (21 zu 18 Prozent). Hmmm.. 

 

Und als wäre das jetzt noch nicht alles…  Je länger die Beziehung, desto stärker wird dieser Effekt – die Kurve geht bei Frauen mit der Beziehungsdauer konstant nach oben. Bei Männern? Kaum eine Veränderung oder manchmal sogar positiv…. öhm… okay. 

 

Nochmal: Ich lege Euch die Zahlen da ja nicht auf den Tisch, um jetzt jemandem die Leviten zu lesen 😅.

 

Die meisten finden es ja wahrscheinlich selbst nicht toll, wenn einer vom anderen abhängig ist oder sich halt unwohl in der Beziehung fühlt, weil da unterschwellig immer wieder dieses Geldthema anklopft. 

 

Es ist halt nur wahnsinnig hilfreich, diese Zahlen der Befragten zum Thema Geld in Beziehung zu SEHEN und nicht nur zu ERAHNEN, dass da strukturell etwas nicht stimmt.

 

Der Gender Pay Gap – plus Elternzeitmodelle, die immer noch mehrheitlich Frauen aus dem Beruf nehmen, plus Teilzeitfallen, plus ein Rentensystem… das alles wird durch “ich fühle mich abhängig” in diesen Prozentzahlen super deutlich. 

 

Weil naja, es ist halt nun mal so, dass meistens Frauen erst mal zu Hause bleiben, wenn ein Kind auf die Welt kommt. Durch Elternzeit und auch Teilzeit

– denn Du willst ja vielleicht Deinen 5-jährigen Theo auch aus der KiTa abholen, oder bekommst wenn’s blöd läuft nicht mal einen Platz –

zahlst Du natürlich weniger in die Kasse ein und spätestens dann entsteht schlussendlich halt auch die Rentenlücke. 

 

Das ist schon ein Statement, das man 2026 lieber gar nicht mehr lesen würde.

 

#WirHabenDochSchonGleichberechtigung

 

“Ohne meine:n Partner:in würde ich mit meinem Einkommen/Geld kaum auskommen.”

 

Und jetzt kommt meine ehrliche Einschätzung dazu: Ich glaube, dass Frauen hier oft einfach die Realistischeren sind. Wir wissen, was Teilzeit und Elternzeit mit unserer finanziellen Situation machen – weil wir’s spüren, weil wir’s erlebt haben, und wir haben es bei unseren Müttern gesehen. Männer unterschätzen das manchmal ganz gerne. (#hideandseek, aber für Rentenlücken 😬)

 

Noch eins, das wir beachten dürfen – das hat meine Kollegin neulich, als wir über den Artikel gesprochen haben, so schön auf den Punkt gebracht:

 

Je höher der Bildungsgrad, desto ungleicher wird’s eigentlich. Akademikerinnen sind zwar etwas seltener abhängig – aber der Unterschied zu den Männern bleibt. Das heißt: Bildung schützt uns nicht automatisch davor, also die Strukturen sind immer noch hartnäckiger, als wenn wir einen Master oder Doktor in der Tasche haben.

 

Dazu direkt – manchmal spielt das Leben ja auch nicht so, wie man sich’s wünscht…

 

6 von 10 glauben, der Partner würde bei einer Trennung fair sein. Das klingt okay. Aber 4 von 10 glauben das eben nicht – oder wissen es schlicht nicht.

 

Das sind in einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe sehr, sehr viele Menschen, die in einer Beziehung leben, ohne zu wissen, wie die andere Seite bei einem Worst Case agieren würde – puuh…  

 

Die ElitePartner-Psychologin Lisa Fischbach hat da meines Erachtens recht: „Alarmierend zu sehen, dass sich trotz langjähriger Debatten um Female Finance und Gender Pay Gap weder die gesellschaftlichen Verhältnisse noch die Binnenstrukturen in Partnerschaften merklich verändert haben.”

 

Word. Das finde ich auch.

 

Und deshalb ist mein fin:marie-Postulat dazu so: Eine gute Beziehung ist die, wo keiner wegen dem Geld bleiben muss. Sondern alle gern bleiben, weil sie möchten. Ein fairer, bewusster Plan in Sachen Geld ist die Basis dafür.

 

Also ich würde mal sagen, wir schieben das Thema Geld lieber nicht mehr nach hinten, bis es brennt und man Angst hat, dass man alleine nicht über die Runden kommt, oder? 🙂

 

Was Du tun kannst: Gender Pay Gap & Rentenlücke den Kampf ansagen

 

Rechne einmal durch – wirklich, nicht ungefähr – was ein Jahr Elternzeit oder Teilzeit langfristig mit Deiner Rente macht. Bei 7 Prozent Rendite über 30 Jahre macht ein einziges Jahr Beitragspause einen Unterschied von mehreren tausend Euro im Depot. Und nein, das ist jetzt nicht nur so daher gesagt, das ist Finance-Know-How, das ich mit dir teile – also eigentlich pure Mathematik.

 

Deshalb check mal hier deinen Rentenbescheid. Dann siehst Du ganz genau, was bei Dir los ist, und Du kannst Dich vielleicht ein bisschen gezielter um Deine Altersvorsorge kümmern – und so der Rentenlücke (ca.  27 %) etwas entgegensetzen.

 

Und ja, das tut mir leid, zu sagen, aber da musst Du wahrscheinlich mehr selbst machen, als Dein Partner (wenn das ein Mann ist), weil der halt leider systemisch besser vor Altersarmut geschützt ist als Du. 

 

Also wir denken wieder an die Teil- und Elternzeit, z.B. oder halt ja den Gender Pay Gap, der immer noch bei 16 % liegt. 

 

Der sorgt schon von Anfang an dafür, dass Paare finanziell ungleich in eine Beziehung starten. Nicht, weil jemand das so will. Sondern weil das System das so produziert – und aus einem kleinen Unterschied wird über die Jahre ein richtig großer.

 

Die ElitePartner-Studie zeigt das ja schwarz auf weiß: Je länger die Beziehung läuft, desto abhängiger werden Frauen – finanziell. Nicht umgekehrt. 

 

Das summiert sich alles und am Ende hast Du einfach viel weniger Rente. Du musst auch nicht denken, dass Altersvorsorge automatisch heißt: 1000 Euro pro Monat investieren. Nein, fang im Kleinen an. Schon 50 Euro pro Monat machen einen Unterschied. 

 

Je früher Du Dich als Frau um Dein Geld kümmerst – Dein eigenes Depot, Deine eigene Altersvorsorge, Dein eigenes finanzielles Standbein – desto weniger sitzt Du irgendwann in einer Situation, in der die Beziehung auch die Geldprobleme trägt. Und das wollen wir ja nicht als Grundlage, oder?

 

Wenn Dir noch nicht so klar ist, was für Dich in Frage kommt – also welche Geldanlagen für Dich geeignet sind, oder Du generell ein paar Fragen hast – gar nicht schlimm!

Dafür bin ich ja mit meinem fin:marie-Team da! Schau doch mal bei uns im kostenlosen Erstgespräch (LINK Espresso Coaching) vorbei, wenn Du Lust hast, hm? 🙂

 

Mythos #3: „Kein Streit über Geld – also haben wir das im Griff.”

 

Wie das aussieht

 

“Wir streiten uns nicht über Geld.” – Man kennt diese Freundin, die einem das mal gerne sagt, oder?

Dann geht’s manchmal schnell zum “Wir reden einfach nicht darüber.” …. hmmm. 

Also ganz im Ernst: Keine Szene beim Blick auf die Kontoauszüge?  Oder nicht mal klitzekleine Diskussionen über Ausgaben? Kein Krach, weil jemand investiert hat, ohne zu fragen? 

 

Das kann ich… – aus meiner eigenen privaten, aber auch beruflichen Erfahrung… – mir gar nicht vorstellen. 

Ich verstehe ja schon, man hat in Beziehungen keine Lust auf Konflikte. Aber die wehrt man halt auch nicht ab, wenn man nicht über emotionale Themen redet. Und na ja, Geld ist schon ein emotionales Thema. Da stecken ja auch Erinnerungen an Lebensphasen dahinter. 

 

Man denkt: Wenn wir nicht streiten, ist alles gut. Aber weißt Du, was manchmal schwieriger ist als Streit? 

 

Ein Thema totzuschweigen, weil ja Streit wenigstens bedeutet, dass das Thema auf dem Tisch liegt und man sich damit aktiv und hoffentlich irgendwann auch konstruktiv auseinandersetzt. 

 

Wenn das Thema still und leise unterm Tisch liegt, dann ist’s ein bisschen schwer, Lösungen zu finden, oder? 😋

 

Was die Zahlen aus der ElitePartner-Studie wirklich sagen

Naaaja… und die ganze Wahrheit ist, das ja statistisch gesehen, nach der Marktforschungsstudie,  auch nicht. 

 

11 Prozent der Liierten streiten sich häufig über Geld. Bei Paaren unter 30: 16 Prozent. Bei den 30- bis 39-Jährigen: 15 Prozent. Also ausgerechnet in den Jahren, in denen die großen Entscheidungen fallen.

 

Zusammenziehen, Wohnung kaufen, Kinder. Ja, das sind ja auch alles Lebensentscheidungen – also vollkommen nachvollziehbar, dass einem da mal ein “Oh, Mann, was ist denn da los!?” oder was anderes herausrutscht. 😀

 

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Was zum Streit ja auch schon die Ausgangslage sein kann, ist fehlendes Vertrauen. 

Wir haben ja auch noch das – 7 von 10  sagen, sie vertrauen dem Partner in allen Geldangelegenheiten. Aber jede Vierte ist dabei „neutral”. Und aus meiner Erfahrung bei fin:marie  – und ich denke, das kennen einige auch aus der Marktforschung – ist „neutral” bei unangenehmen Themen oft die Version von: “Ich will mir das gerade lieber nicht zu genau anschauen.” Weil was dann? 

 

Naja, man hat vielleicht Bedenken, den Partner damit ins schlechte Licht zu rücken, oder scheut sich vielleicht auch einfach ein bisschen vor der Wahrheit, da man ja dann vielleicht in Zugzwang käme.

Also die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher… und na ja ich versuche ja hier ein relativ realistisches Bild zu zeichnen – das, und das muss ich hier natürlich betonen – von meinen jahrelangen Erfahrungen als Finanzexpertin geprägt ist. 

 

Was die Menschen wirklich stört: 17 Prozent (insgesamt, Männer und Frauen) finden den Partner zu verschwenderisch. Nur 9 Prozent finden ihn zu sparsam. Zu viel ausgeben ist also ein deutlich größerer Beziehungsstressor als zu wenig.

 

Dabei wird’s jetzt noch mal konkreter: 23 Prozent der Frauen finden den Partner zu verschwenderisch, und 12 Prozent der Frauen U30 machen sich Sorgen bei ihren Partnern über den Umgang mit risikoreichen Geldanlagen wie Aktien oder Krypto. 

 

Machst Du Dir Sorgen, dass Deine bessere Hälfte mit Krypto & Co zu entspannt ist? Damit bist Du übrigens nicht allein. Und umgekehrt gilt das auch.

 

Der Artikel sagt sogar, dass mehr Männer finden, dass ihre Partnerinnen verschwenderisch mit Geld umgehen oder zu lapidar in Krypto investieren. Hm. Da frag ich mich gerade als Finanzexpertin, die sich vorwiegend um Female Finance kümmert, ob das wirklich daran liegt, dass die Frauen weniger gut mit Geld können. 

 

Strukturell gesehen liegt die Hauptverantwortung,  Geld in Beziehungen zu verwalten, nämlich eher bei den Männern. Kann es vielleicht auch sein, dass Frauen da weniger zugetraut wird? 

 

Naja, ob jetzt oder nicht… ich kann auf jeden Fall aus meiner Erfahrung sagen, dass sich die Finanzwelt schon eher auf Männer und weniger auf Frauen zugeschnitten ist.

 

Was Du tun kannst: Legt Eure Ziele fest und macht einen Dauerauftrag

 

Macht Euch noch mal ein Money-Date: Aber dieses Mal mit einem klaren Ziel – Wofür braucht Ihr Geld?  

Wenn Ihr den Smart Couple Money Planner für Euch schon genutzt habt, dann wisst Ihr ja jetzt genau, welche Ein- und Ausgaben ihr habt und ja – was übrig bleibt. 

 

Setz Dich mit Deinem Partner hin und sprich noch mal genau über alles: 

Was Ihr Euch wünscht, Träume, was Ihr braucht, welche Ängste Ihr vielleicht tief veranktert habt.

 

Sowas wie: “Ich will in ein paar Jahren ein kleines Häuschen auf dem Land mit Garten kaufen, damit wir später dort mal ganz hinziehen und unser eigenes Obst und Gemüse anbauen können.”

 

Oder

 

“Bei uns zu Hause war Geld immer ein negatives Thema, weil mein Vater damit einfach nicht umgehen konnte. Deshalb gab’s bei meinen Eltern immer Streit. Das sitzt und ich hab einfach Angst, dass wir auch mal in so eine Lage kommen – dass unsere gemeinsame Existenz bedroht ist.” 

 

Weißt Du, es ist viel einfacher, wenn Ihr sowas voneinander wisst. Dann könnt ihr ja in die nächste Phase gehen und überleben – was brauchen wir, damit wir a) entweder den Wunsch realisieren können oder b) diese Angst gemeinsam aushelben können?

 

Jetzt kommt der praktische Trick Nr. 2 – ich will Euch ja jetzt nicht noch mal sagen “Money Date” ist der Schlüssel (obwohl es das schon irgendwie ist 😀)

 

Setzt Euch hin und richtet Daueraufträge ein, bringt eine Struktur rein für Eure Ziele und automatisiert das Geld dabei. Ihr könnt Euch auf dem Konto z.B. ein Unterkonto errichten und dann geht entweder von Eurem gemeinsamen Konto, oder von der Person, die sich um den Wunsch kümmert, automatisch jeden Monat der gleiche Betrag ab. 

 

Bis Ihr das Geld für einen Kredit beisammen habt, oder eine meinetwegen einen doppelt und dreifach ausgestatteten Emergency Fund, damit der Felix sich ein bisschen wohler fühlt 🙂. 

 

Der Trick dahinter: Er nimmt dadurch Druck raus, dass das Geld einfach ein bisschen besser organisiert ist und zweckgerichtet vom Konto abgeht. Für einen Zweck, der Euch beiden langfristig gut tut. 

 

Wer auch brenzlige Themen besprochen hat, hat paradoxerweise oft mehr Vertrauen.

 

Was Du heute mitnimmst

 

✗ „Wir wissen, was der andere verdient“, reicht nicht – 4 von 10 wünschen sich trotzdem mehr Offenheit. Zahlen kennen ist nicht dasselbe wie einen Plan zu haben.

 

✗ Finanzielle Abhängigkeit ist kein Oma-Thema – jede dritte Frau käme ohne ihre Beziehung nicht über die Runden. Und Heirat + Kinder machen das messbar schlimmer.

 

✗ Je länger die Beziehung, desto größer der Pay Gap und andere Lücken, das summiert sich  – bei Frauen. Bei Männern passiert das kaum. Das ist kein Zufall, das ist Struktur.

 

✗ „Neutral” bei der Vertrauensfrage? Glaub ich nicht. Das ist oft nur sozial Erwünschtes. Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet.

 

✗ Kein Streit heißt nicht: Alles gut. Manchmal heißt es einfach: Keiner spricht es aus.

 

✗ Eine faire Beziehung ist die Gateway Drug für eine glückliche. Der Plan dafür fängt heute an – nicht irgendwann.

 

Und bitte behalte im Kopf: Die echten Probleme sind die strukturellen, nämlich die Übeltäter, mit denen wir uns rumschlagen müssen: Gender Pay Gap, Rentenlücke.

 

Die sitzen halt nicht mit Dir am Küchentisch, sondern die sitzen im System. Und ja, die sind richtig nervig. 😬 Aber Ihr habt einen entscheidenden Vorteil: Ihr seid ein Team. Und Teams, die ihre Gegner kennen und gemeinsam einen Plan haben, gewinnen öfter.

 

 

Irgendwann ist ja vielleicht heute, oder?

💛 Schau beim kostenlosen Espresso-Coaching rein. 30 Minuten, kein Druck, nur Klarheit.

 

 

 

 

Quelle

 

1. ElitePartner-Studie 2023: „Geld und Liebe” – bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung mit 4.386 Liierten, durchgeführt von Fittkau & Maaß, Oktober/November 2022.

 

2. destatis.de 

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